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2013: Ein wichtiges Jahr für die Mikrofinanz in Afrika

Weltweit leben noch zu viele Menschen ohne Zugang zum offiziellen Finanzsektor. Die Vorhaben für das Jahr 2013 könnten das allerdings ändern. Wenn alles nach Plan läuft, wird die afrikanische Mikrofinanz dieses Jahr einen bedeutenden Fortschritt machen. Durch die Verbreitung von Mobile-Banking über den gesamten afrikanischen Kontinent, könnte Millionen Menschen der Zugang zu Mikrofinanzprodukten gewährt werden.

Mobile Banking

Das Mobile Banking bekommt in Afrika einen immer höheren Stellenwert.

Viele der Kleinunternehmer in Entwicklungsländern leben in ländlichen Regionen. Dies erschwert es den Finanz-dienstleistern, ihre Kunden zu erreichen. Das Mobiltelefon-Banking bietet eine innovative Möglichkeit, die Distanz zu überbrücken. Bisher wurde die Kombination der Mikroversicherung und der mobilen Technologien in einigen Pilotprojekten in Afrika erfolgreich erprobt, was die Aufmerksamkeit zahlreicher Versicherungsunternehmen, Mobilnetz-Anbietern und Entwicklungsorganisationen Afrikas auf sich zog.

Die Pläne beinhalten allerdings nicht nur die Verbreitung einfacher Finanzdienstleistungen, sondern auch die Anwendung neuer Technologien, um die Produkte besser auf den Kunden abstimmen zu können. So sollen zum Beispiel neue GPS-Geräte eingesetzt werden, um Karten der landwirtschaftlichen Gebiete der Klienten zu erstellen. Mit diesem Klienten-Profil kann die Bank besser einschätzen, wie ertragreich das Land des Kunden ist und wie sie ihn am besten unterstützen kann.

Eine andere App lässt dem Landwirt die Marktpreise seiner Produkte zukommen, sodass der Zwischenhändler ihn nicht über den Tisch ziehen kann. Außerdem haben die Bauern so die Möglichkeit den Markt mitzubestimmen.

Industriellen Prognosen zufolge werden die mobilen Dienste Ende diesen Jahres in bis zu 25 afrikanischen Ländern verfügbar sein. Somit hätte ungefähr die Hälfte von Afrikas Bevölkerung Zugang zu Mikroversicherungen und anderen Mikrofinanzdienstleistungen.

Beispiele für bisherige Entwicklungen

Die First National Bank (FNB) in Südafrika hat vor kurzem einen Geldtransfer-Service für die rund 1,9 Millionen Arbeiter aus Simbabwe eingerichtet, der es ihnen erlaubt ihren Familien Geld zu überweisen, ohne sich um hohe Steuern sorgen zu müssen. Denn laut der Weltbank wird die Gesamtsumme von jährlich 735 Millionen USD, die von Südafrika nach Simbabwe überwiesenen werden, durch die Steuern um ganze 20% verringert.

Außerdem hat die AFI, Alliance for Financial Inclusion, kürzlich eine politische Initiative, die African Mobile Phone Financial Services Policy Initiative (AMPI) eingeführt, die in Meetings und Workshops Strategien für die Entwicklung und Verbreitung effektiver mobiler Finanzdienstleistungen entwickeln will und in einer jährlichen Versammlung den aktuellen Stand der Mikrofinanz in Afrika besprechen möchte.

Die neuen Entwicklungen in der Mikrofinanz in Afrika deuten einen weiteren Fortschritt im Kampf gegen die Armut an.

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