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Afrika ist auch ein Chancenkontinent

In der „aktuellen Kolumne“ des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) fordert der Direktor Prof. Dr. Dirk Messner, dass Afrika nicht nur als Krisen-, sondern auch als Chancenkontinent wahrgenommen werden sollte. Das Bild von Afrika sei in der Öffentlichkeit viel zu einseitig von Elend und wirtschaftlicher Rückständigkeit geprägt.

Die Entwicklungen  in den letzten zehn Jahren weisen laut Messner jedoch darauf hin, dass viele der Staaten den „Teufelskreisläufen der Armut“ entkommen könnten. So sei das Bruttosozialprodukt in Botswana, Äthiopien, Mali, Mauritius, Mozambique, Ruanda, Tansania, Uganda, Sierra Leone und Cap Verde jährlich um vier Prozent angestiegen. Sogar Togo, Benin, Ghana und Burkina Faso seien trotz Weltwirtschaftskrise gewachsen.

Messner nennt folgende zentrale Faktoren dieser positiven Entwicklung:

  • Anstieg der Demokratien von  3 auf 23 seit 1989;
  • abnehmende Zahl an Konflikten;
  • verbesserte Regierungsführung der Länder;
  • Stabilisierung der Wirtschaftspolitiken: Sanierung der Haushalte und Abbau von Handelsbilanzdefizite;
  • Herausbildung neuer Akteure: moderne und dynamische Politiker, Zivilgesellschaften und Unternehmen;
  • Bedeutungszuwachs des ressourcenreichen Afrikas im Zuge der Ressourcenengpässe der wachsenden Weltwirtschaft: Anstieg afrikanischer Exporte und von Direktinvestitionen in die afrikanischen Länder.

Messner ist der Meinung, dass für die Ländergruppe in Subsahara-Afrika nachhaltige Wege aus der Armut gefunden werden können. Darin sieht er einen wichtigen Impuls für eine eigenständige wirtschaftliche Entwicklung in Afrika insgesamt. Die Tatsache, dass das Wachstum größtenteils auf landwirtschaftlicher Produktion mit niedriger Produktivität und auf Rohstoffexporten identifiziert er dabei als größtes Hindernis. Umweltdegradierung, Konflikte um Ressourcenzugang sowie Korruption könnten große Rückschläge für die Entwicklung bedeuten.

Das Wachstum Subsahara-Afrikas basiert neben Rohstoffexporten überwiegend auf lanwirtschaftlicher Produktion mit niedriger Produktivität

Entwicklungspolitik müsse hier ansetzen und Anstrengungen unternehmen, um die  Risiken des Scheiterns zu reduzieren. Die Grundvoraussetzung erfolgreicher Entwicklungspolitik, ein eigenständiger Modernisierungsprozess, sei in vielen Staaten in Subsahara-Afrika ja mittlerweile gegeben.

Insbesondere sollte die Nutzung der Potenziale privatwirtschaftlicher Entwicklung gestärkt und die Versorgung mit öffentlichen Gütern wie Bildung und Gesundheit verbessert werden.

Messner nennt dazu folgende zentrale Ansätze entwicklungspolitischer Arbeit:

  • Berufsausbildung;
  • Stärkung lokaler Technologie- und Innovationskapazitäten;
  • Ausbau moderner und klimaverträglicher  Energiesysteme;
  • Verbesserung der öffentlichen Institutionen;
  • Förderung privatwirtschaftlicher Investitionen.

Zudem sei es sehr wichtig, die landwirtschaftlichen Potenziale zu stärken und Ressourcenstrategien zu fördern, die auf Transparenz und Nachhaltigkeit ausgerichtet seien.

Den vollständigen Artikel von Prof. Dr. Dirk Messner können Sie hier nachlesen.

Auch wir, die Förderer des MikrofinanzWiki, sind davon überzeugt, dass Afrika ein „Chancenkontinent" ist. Wir sehen es als eine zentrale Aufgabe, die Menschen in den Ländern Subsahara-Afrikas auf ihrem Weg aus der Armut zu unterstützen.

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