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So wollen diese Berlinerinnen die Welt verbessern

Die Online-Ausgabe der Berliner Morgenpost berichtete von Saskia Bruyster und Sophie Eisenmann, die aus Überzeugung das weltweit handelnde soziale Unternehmen Yunus Social Business für eine bessere Zukunft leiten.

Namensgeber und Gründer von Yunus Social Business ist der Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus aus Bangladesch. Bruyster hatte Yunus zwei Mal bei öffentlichen Vorträgen sprechen hören und war von seiner Vision so begeistert, dass sie ihn per E-Mail kontaktierte. Als er auf ihre Anfrage antwortete, wussten sie recht bald, dass sie die selbe Überzeugung teilten, nämlich dass Unternehmen gleichzeitig Geld verdienen und dabei sozial sein können. Bruyster sagte, dass dadurch ein Perpetuum mobile geschaffen wird, ein nachhaltiges System, dass sich selbst am Laufen hält.

Seit der Gründung im Jahr 2011 konnten 7,46 Millionen Euro bewegt werden. Das Geld stammt von Einzelspendern, Stiftungen und wohlhabenden Familien, die als Investoren für die sozialen Projekte fungieren. Zwar erhalten die Investoren ihre Beiträge zurück, aber Dividenden werden in ihrem Unternehmen nicht ausgezahlt.

Wer mit seiner Geschäftsidee überzeugt, kann eine Fördersumme zwischen 25.000 und 500.000 Euro erhalten. Auf diesem Weg wurden bereits 34 Unternehmer in Uganda, Albanien, Haiti, Kolumbien, Brasilien, Indien und auf dem Balkan gefördert. Gute, aber noch nicht ausgereifte Konzepte, können sich zumindest über Beratungen, Coaching etc. fördern lassen. Auf diesem Weg wurden bereits 500 Menschen unterstützt.

Bruyster betonte, dass es am wichtigsten sei, dass mit ihrem Unternehmen Yunus Social Business in erster Linie relevante gesellschaftliche Probleme unternehmerisch angegangen und bewältigt werden und es erst in zweiter Linie darum geht, Geld zu verdienen.
Beispielsweise berichtet Bruyster von einem Projekt in Uganda, in dem Wasserfilter auf Schuldächern befestigt wurden, damit die Schulkinder wenigstens während der Schulzeit sauberes Wasser trinken. Dadurch bleiben die Kinder gesünder, können regelmäßiger zur Schule gehen und haben durch eine bessere Ausbildung mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Dadurch können sie später ihr Land weiter entwickeln. Durch solche Projekte werden Perspektiven für die Zukunft geschaffen und somit die Fluchtursachen von morgen eingedämmt.

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