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Exklusion der Frauen in arabischen Staaten

Arabische Staaten haben den geringsten proportionalen Anteil an Erwachsenen mit einem Bankkonto. Wie die Findex Data der Weltbank zeigt, waren dies gerade 14% der über 15jährigen im Jahr 2014. Ein  Artikel der CGAP hebt jedoch hervor, dass es dabei Frauen doppelt so schwer haben, an der finanziellen Inklusion teilzunehmen. Dieser Unterschied zwischen den Geschlechtern ist in der MENA Region besonders signifikant und behindert weitere wirtschaftliche und soziale Entwicklungen der Region.


Warum dieser Unterscheid so signifikant ist, liegt unter anderem an kulturellen Normen, sowie an der Unterscheidung zwischen Mann und Frau vor dem Gesetz. Es gibt einige Gesetze die Frauen in den arabischen Staaten davon abhalten, Teil der finanziellen Inklusion zu werden. Nach Angaben von Woman, Business and the Law sind von insgesamt 26 Ländern mit den stärksten diskriminierenden Gesetzen gegen Frauen, allein 19 in der MENA Region (worldbank.org) zu finden. Einige Gesetze halten Frauen direkt davon ab ein Bankkonto zu eröffnen, da dafür ein Ausweis benötigt wird, den sie nicht beantragen dürfen. Für andere Entscheidung benötigen die Frauen die Zustimmung ihres Mannes. Die Anteilnahme der Frauen an der wirtschaftlichen Entwicklung der Staaten ist extrem gering, das Bewusstsein hierfür jedoch auch. Kulturelle Einschränkungen wirken den wirtschaftlichen Vorteile der finanziellen Inklusion, speziell von Frauen, entgegen.

Warum speziell Frauen Teil der Finanziellen Inklusion sein sollten

Die Vorteile, warum Frauen an der wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes teilhaben sollten, sind laut des genannten Artikels sehr gut erforscht und belegt. Wie bereits viele Mikrofinanzprojekte gezeigt haben,  haben Frauen ein hohes wirtschaftliches Potential und sollten eine große Rolle in der nachhaltigen Entwicklung des Landes spielen. Zum einen würde die Partizipation der Frauen in der Wirtschaft das BIP, sowie das private Einkommen erhöhen, zum anderen ist auch nachgewiesen, dass Frauen ihr Einkommen eher in die Familie, Ernährung und in die Bildung ihrer Kinder investieren. Um dies zu erreichen, muss den Frauen Zugang zu finanziellen Dienstleistungen gewährt werden.


Dass in den arabischen Staaten noch viel Raum für Verbesserung gegeben ist, zeigen deutlich die vorhandenen Daten. Der Artikel zeigtVorschläge auf, wie man die hohen Disparitäten zwischen Mann und Frau verkleinert und behoben werden können. Zum einen müssten die arabischen Länder ein größeres Bewusstsein für dieses Problem entwicklen, zum anderen müssten inländische Organisationen stärker für Frauen eintreten. Zusätzlich müssen die Programme der Hilfsorganisationen effektiver mit einem geschlechtsspezifischeren Ansatz arbeiten, um die Ursachen dieses Problems zu bekämpfen.

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