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Fachtagung „Zivilgesellschaftliches Engagement für mehr Wirkung in der Entwicklungszusammenarbeit” ein voller Erfolg

Die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) und der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) luden kürzlich unter dem Motto „Zivilgesellschaftliches Engagement für mehr Wirkung in der Entwicklungszusammenarbeit” zur fünften Fachtagung in das Bildungszentrum Schloss Eichholz ein. Die Veranstaltung zeichnete sich durch Podiumsdiskussionen und Fachvorträgen von Experten aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Kirche aus. Auch Vertreter der MikrofinanzWiki-Förderer World Vision Deutschland, Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband (DGRV) und BKU gaben Einblicke in ihre Arbeit in der Entwicklungshilfe und leisteten Antwort auf kritische Fragen.

Entwicklungszusammenarbeit, die wirkt

So betonte Marie-Luise Dött MdB, Bundesvorsitzende des BKU, den Aspekt der „Bottom-up-Entwicklung” in ihrer Begrüßungsrede. Dött argumentierte, dass Eigenverantwortung und die Förderung privatwirtschaftlicher Akteure in den Entwicklungsländern intensiviert werden müsse, wenn Entwicklungshilfe Wirksamkeit zeigen solle. Die Rechnung „mehr Geld gleich weniger Armut” ginge so einfach nicht auf.

Dr. Paul Armbruster, Abteilungsleiter des DGRV, erläuterte darüber hinaus, dass die Genossenschaften in den Entwicklungsländern von nicht geringer Bedeutung seien. Im diesjährigen Internationalen Jahr der Genossenschaften 2012 soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass Genossenschaften in vielen Ländern einen wichtigen Beitrag für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung leisten.

Armbruster argumentierte in diesem Zusammenhang, dass die Wichtigkeit der Genossenschaften darin läge, dass diese wirtschaftlich stark genug seien, um politischen Gegendruck zu den Eliten zu erzeugen. Große gesellschaftliche Gruppen, wie Frauen, Bauern, Einkommensschwache und auch soziale Minderheiten, die nicht oder nur schlecht organisiert sind, fänden hingegen kaum Gehör bei internationalen Organisationen, kritisierte in diesem Zusammenhang Dr. Frank Bliss, Ethnologe der Universität Hamburg.

Entwicklungshilfe muss den Bedürfnissen der Menschen gerecht werden

Außerdem war ein wichtiger Kritikpunkt der aktuellen Entwicklungspolitik Teil einer hitzigen Diskussion. Die Experten gingen auf den Vorwurf ein, dass einige Organisationen als auch Regierungen, nicht zur Genüge auf lokale Werte- und Moralvorstellungen eingehen und versuchen, soziale Strukturen durcheinander zu bringen. Christoph Waffenschmidt, Vorsitzender von World Vision Deutschland, betonte daraufhin die starke Bedarfsorientierung der Nicht-Regierungsorganisationen an den Bedürfnissen der Menschen, welche einen großen Vorteil nichtstaatlicher Entwicklungszusammenarbeit für die Menschen in Entwicklungsländern darstelle.

Allen entwicklungspolitischen Rückschlägen zum Trotz, brachte Dr. Michael Rabbow, Manager bei Boehringer Ingelheim, ein afrikanisches Sprichwort zum Ende der Veranstaltung ein: „Der beste Zeitpunkt, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Der zweitbeste ist heute.”

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