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Finanzschulungen für Klienten erhöhen das Sparpotential

In den letzten Jahren haben immer mehr NGO’s und Mikrofinanzinstitutionen verinnerlicht, dass ein finanziell aufgeklärter Klient, ein besserer Klient ist. Deshalb werden nun mehr Mittel in die Ausbildung der finanziellen Fähigkeiten ihrer Klienten investiert. Zudem wächst das Interesse daran, zu erfahren, wie man die erlangten Fertigkeiten über einen längeren Zeitraum hinweg aufrecht erhalten kann.

Auch die SEWA Bank in Indien (SEWA) und Women’s World Banking (WWB) sind davon überzeugt, dass Investitionen in individuelle Bedürfnisse der Klienten sowohl der Organisation als auch dem Klienten soziale und ökonomische Vorteile bringen. Das Center For Financial Inclusion hat sowohl SEWA als auch WWB darin unterstützt, das Projekt Samruddhi durchzuführen, das diese These überprüfen sollte.

Bereits einfache finanzielle Informationen, die in das alltägliche Bankgeschäft integriert werden, steigern das Sparpotential des Klienten.

Dieses Projekt beinhaltete die Integration von Finanzschulungen in das finanzielle Kerngeschäft. Um die Effizienz der Klienten zu fördern, wurde den Bankangestellten beigebracht, wie sie kleine, anschauliche Erklärungen in das alltägliche Bankgeschäft mit den Klienten einbauen können. Zusätzlich haben SEWA und WWB ein Sparprodukt eingeführt, dass auf die individuellen finanziellen Ziele der Klienten abgestimmt ist.

Jeder Klient hat einen Sparplan entworfen, der die Zielsumme sowie die regelmäßig zu entrichtenden Einzahlungen enthielt. Durch eine App für ihr Mobiltelefon konnten auch kaum alphabetisierte Klienten sehen, wie sich ihr Erspartes mit jeder Transaktion vermehrte. Diese visuelle Darstellung ihres Spar-Fortschritts, hat ihre Motivation und das Gefühl die Fähigkeit zu haben, die Zielsumme zu erreichen, noch mehr angetrieben. Zur Erfassung der Ergebnisse, hat WWB Mitarbeiter-Klienten-Kontakte, Banktransaktionen und Klientenrückmeldungen ausgewertet.

Die vorläufigen Daten weisen einen zehnprozentigen Anstieg des Sparguthabens innerhalb von sechs Monaten auf (von 4,7 Mio. $ auf 5,2 Mio. $). Das Ergebnis zeigt , dass finanzielle Aufklärung zugänglich sein sollte und zusammen mit individuellen Finanzprodukten die Motivation der Klienten und somit ihren Erfolg fördern kann.

Dies kommt wiederum der Gesamtwirtschaft zu Gute, denn wenn die Klienten lernen, wie man mit seinem Geld am besten umgeht, ohne sich zu verschulden, und wie man es erfolgreich anspart, sind sie auch auf lange Sicht bessere und sicherere Konsumenten.

Dieses Projekt hat gezeigt, dass das FI2020-Ziel (full financial inclusion by the year 2020) gar nicht mehr so weit entfernt ist. Es ist möglich, wenn alle Beteiligten sich gemeinsam für die Entwicklung der finanziellen Fähigkeiten der Klienten einsetzen und das Thema der Financial Inclusion global mehr an Bedeutung gewinnt.

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