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Globale Veränderung durch die finanzielle Inklusion bis 2020?

 

Das Center for Financial Inclusion and Accion und die Weltbank haben es sich zum Ziel gesetzt bis zum Jahre 2020 die finanzielle Inklusion weltweit durchzusetzen. Ajay Banga von der Weltbank Stiftung beschreibt dieses Vorhaben als modernes Äquivalent zu den Plänen der 60er Jahre, einen Mann auf den Mond zu schicken, denn genauso wie diese Ereignis – Prophezeit Banga – würde auch 100%ige finanzielle Inklusion weitreichende globale Veränderungen nach sich ziehen. Ajay Banga konzentriert sich dabei auf vier Aspekte, die seiner Meinung nach essentiell sind, um die Herausforderung der finanziellen Inklusion zu meistern. Er beschreibt in seinem Artikel, wie nur durch das Zusammenspiel aller wichtigen Faktoren nachhaltig die weltweite Wirtschaft verändert und das Leben von Millionen Menschen verbessert werden kann.

Bargeld Reduktion und die Zusammenarbeit von privatem und öffentlichem Sektor


Banga beginnt mit dem Vorhaben weltweit die Abhängigkeit von Bargeld zu reduzieren, denn entgegen der weitläufigen Meinung, ist Bargeld weder frei, noch günstiger für arme Menschen. Bargeld kostet einen Staat zwischen 0,5 und 1,5% des Bruttoinlandsproduktes, diese Kosten hemmen das Wirtschaftswachstum eines Landes. Sie setzen sich zusammen aus Produktion, Verteilung und Verluste, zum Beispiel durch Diebstahl. Des Weiteren ist es unsicher, schwerer zu kontrollieren und Korruption oder illegale Geschäfte können leichter durchgeführt werden, als wenn man nur noch elektronische Zahlungsvorgänge genehmige. Eine Studie der Gates Foundation und McKinsey stellt dar, dass Länder mit einem Anteil von digitalen Transaktionen von über 70%, auch mehr als 85% der Bevölkerung Zugang zum Finanzsektor haben.

Bei der Erreichung des Ziels sei es außerdem unabdingbar, dass mit den Regierungen der jeweiligen Länder zusammengearbeitet wird. Allein schon, weil die Herausforderung der finanziellen Inklusion nicht zu überblickende Ressourcen und Kapazitäten beinhaltet, die es, ohne eine intensive Zusammenarbeit von Staat und Wirtschaft unmöglich machen, das Ziel bis 2020 zu erreichen.

Das MasterCard Center für finanzielle Inklusion


Auch mit dem Blick auf das gesamtwirtschaftliche Wachstum steht der Aspekt der Integration im Vordergrund. Um finanzielle Inklusion zu erreichen, müssen mehr Menschen nachhaltig von wirtschaftlichem Wachstum eines Landes profitieren. Die MasterCard Stiftung hat zu diesem Zweck das MasterCard Center für finanzielle Inklusion gegründet, das in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern an Innovationen arbeitet, um Menschen in Not langfristig zu helfen und am Aufschwung teilhaben zu lassen.

Nicht zu vergessen ist auch der Makroökonomische Blick, durch den finanzielle Inklusion zu einer globalen Herausforderung wird. Durch den Ansatz einer globalen Wirtschaft können mehr Menschen an diesem Projekt arbeiten und auch flächendeckender erreicht werden. Dabei betont Banga noch mal die Notwendigkeit dieser Unternehmung, bei der es sich um ein dringendes Erfordernis handelt, um unserer und zukünftigen Generationen ein besseres Leben garantieren zu können.
 

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