News

Handys und Direct Cash Grants können Wachstum und Entwicklung fördern

Mobile Finanzdienstleistungen und Direct Cash Grants sind laut eines Artikels von Farangis Abdurazokzoda (Inter Press Service) revolutionäre Werkzeuge, die helfen können, Armut zu reduzieren und den Unternehmergeist in Entwicklungsländern zu fördern.

Laut Rodger Voorhies von der Bill & Melinda Gates Foundation und Christopher Blattman, Politologe der Columbia University können diese zwei potentiell starken Mechanismen armen Menschen in Entwicklungsländern helfen, ihre persönlichen Finanzen, wie Sparkonten sowie Versicherungen, Kredite und Barüberweisungen zu verwalten, was für viele Menschen in der westlichen Welt selbstverständlich erscheint.

Da laut einer Statistik der Weltbank durchschnittlich neun von zehn Menschen, die in einem Entwicklungsland leben, einen Mobiltelefonanschluss haben, stellt das eine gute Voraussetzung für mobile Finanzdienstleitungen dar. Zudem seien diese Technologien sehr effektiv in der Förderung des Unternehmergeistes und dem Kampf gegen die Armut. Weitere Vorteile bestehen darin, dass diese Technologien  Bürokratie und laufende Bankgebühren verringern.

In einem zweiten Artikel, mit dem Titel „Zeig ihnen das Geld“, stellen Blattman und Niehaus die Effektivität von Direct Cash Grants heraus,  welche erst kürzlich in einer Studie untersucht wurde. Sie betonen die Wichtigkeit von Geldtransfers zu Orten, an denen unerwartete Krisen wie Konflikte, Naturkatastrophen oder längere Perioden politischer Unsicherheit, die Bevölkerung getroffen haben.

Außerdem sind Geldtransfers für aufstrebende Märkte von Bedeutung, die zwar meist in relativ stabilen Volkswirtschaften integriert sind, wo jedoch nur wenige Firmen Jobs anbieten und die meisten Menschen notgedrungen selbständig sind.
Die Autoren vermuten, dass vor allem Barzahlungen Existenzgründern ermöglichen ihr eigenes Unternehmen in Ländern zu entwickeln, in denen Banken und andere Kreditinstitute schwach oder unterentwickelt sind.

Doch es gibt einige Punkte, betont Farangis Abdurazokzoda, die beide Artikel leider außer Acht lassen. Er weißt dabei vor allem auf das geringe Bildungsniveau in Entwicklungsländern hin. Insbesondere das niedrige Finanzmarktwissen der Betroffenen würde nicht berücksichtigt. Überdies müssten weitere Belange, die im Zusammenhang mit mobilen Finanzdienstleistungen stehen, berücksichtigt werden. Dazu gehöre der Zugang zu kostengünstigen Netzwerkanbietern sowie ganz fundamental: der Zugang zu Elektrizität. 

Weitere News:


Mikrofinanzprojekt des Monats
Mikrofinanzprojekt des Monats: Die Organisation Bank im Bistum Essen eG unterstützt das Projekt
Mikrofinanzprojekt des Monats: Die Organisation Bank im Bistum Essen eG unterstützt das Projekt "Fundación de Apoyo Comuntario y Social del Ecuador" (FACES)

Die Bank im Bistum Essen eG unterstützt in Ecuador insbesondere ältere MikrofinanzunternehmerInnen. ...mehr

Mikrofinanz-News
08.11.2017 – Oikocredit erzielt über 500 Millionen Euro Anlagekapital in Deutschland ...mehr
15.09.2017 – Stellenausschreibung: Portfoliomanager (m/f) (Invest in Visions) ...mehr
08.09.2017 – Die finanzielle Inklusion scheitert an den Farmern: Wie kann er Sektor den Markt der Kleinbauern erreichen? ...mehr
01.09.2017 – CGAP Fotowettbewerb 2017 ...mehr
11.08.2017 – Der Jahresbericht der Mikrofinanz CEO Working Group ist veröffentlicht worden ...mehr
Weitere News
Nächste Termine
24.11. - 25.11.17: 7th Global Islamic Microfinance Forum ...mehr
29.11. - 01.12.17: European Microfinance Week 2017 ...mehr
Weitere Termine