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Mikroversicherungen als Wirtschaftsantreiber und Armutsbekämpfer

Die Vorteile von Mikroversicherungen für einkommensschwache Haushalte in Entwicklungsländern sind schon seit einiger Zeit bekannt. Nicht nur Mikrofinanzinstitutionen, sondern auch Regierungen und Investoren haben das Potential dieser Art finanzieller Dienstleistung erkannt und setzen sich mehr und mehr dafür ein, dass sie vor allem armen Menschen zugänglich gemacht wird.

Ein Beitrag von CGAP fasst nun den aktuellen Stand der Erkenntnisse jahrelanger professioneller Wirkungsschätzung von Mikroversicherungen zusammen. Die positivsten Effekte können demnach vor allem in drei Bereichen verzeichnet werden.

Mikroversicherungen verhindern, dass Familien in Extremfällen ihre Existenzgrundlage verlieren

Finanzieller Schutz

Mikroversicherungen schützen einkom-mensschwache Haushalte vor den negativen Auswirkungen von Extrem-fällen. Dazu gehören vor allem Krankheitsfälle oder gravierende Wetter-bedingungen, die die Ernte und Häuser der Betroffenen zerstören und ihnen somit ihre Lebensgrundlage nehmen können.

Gesundheitsvorsorge

Das meistverbreitete Mikrover-sicherungspaket ist die Gesundheits-versicherung. Einkommensschwache Haushalte können sich so Medikamente und eine Gesundheitspflege leisten, zu denen sie sonst keinen Zugang hätten. Das Ausmaß dieses Angebots hängt vom Umfang des Versicherungspaketes ab.

Kleinunternehmer können durch Mikroversicherungen das Risiko eingehen, größere Investitionen in ihr Unternehmen zu tätigen, und so ihre Produktivität erhöhen

Produktivität

Mikroversicherungen können jedoch auch schon vor oder ohne den eintretenden Versicherungsfall von großer Bedeutung sein. Dadurch, dass Kleinunternehmer die Sicherheit haben, durch Extremfälle nicht ruiniert zu werden, sind sie oft bereit, größere Risiken einzugehen und zum Beispiel größere Investitionen in ihre Unternehmen zu tätigen.

All diese Erfolge wirken sich stark positiv auf die Armutsreduktion und die wirtschaftliche Entwicklung vieler Länder aus. Außerdem scheint sich zu erweisen, dass Mikroversicherungen indirekt auch zur Reduzierung von Kinderarbeit, zur Senkung der Sterberate von Müttern und Neugeborenen und zu erhöhter Produktivität im Agrarsektor beitragen können.

Aus diesen Ergebnissen wird klar, wie wichtig es ist, weiter daran zu arbeiten, Mikroversicherungen auch den ärmsten Teilen der Bevölkerung zugänglich zu machen. Das Erreichen dieses Zieles wird von vielen Institutionen zwar angestrebt, doch der Weg ist oftmals noch sehr weit.

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