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Auf dem Weg zur Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele

Auch wenn im globalen Kampf gegen die Armut bereits große Erfolge erzielt werden konnten, entspricht die Kategorie der "Ärmsten der Armen" leider weiterhin der Lebenswirklichkeit eines Großteils der Weltbevölkerung. Der Mitte Juli veröffentlichte Bericht zu den Millenniums-Entwicklungszielen verdeutlicht, dass noch sehr viel unternommen werden muss, um die Ziele zu erreichen.

Besonders die Frauenförderung steht bei den Milleniums-Entwicklungszielen im Vordergrund

Die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen haben dazu beigetragen, eine umfassende Vision zu entwerfen, die heute ein Rahmenwerk für weltweite Entwicklungsarbeit darstellt. In dieser wird auf eine Verbesserung der Zugangs- möglichkeiten der armen und benachteiligten Weltbevölkerung zu Bildungsangeboten, Gesund- heitsversorgung und Trinkwasser hingearbeitet.

Ungeachtet der Nahrungsmittel- und Energiekrise, wird das Ziel der Bekämpfung der weltweiten Armut konsequent verfolgt. Ein umfangreichreiches Spendenaufkommen konnte in Programme und Ressourcen für die Bedürftigsten erfolgreich investiert werden. So hat sich die Zahl der Menschen, denen weniger als 1,25 US-Dollar am Tag zur Verfügung stehen, zwischen 1990 und 2005 bereits halbiert. Insbesondere Ostasien und an vorderster Stelle China, wo die Armutsrate bis 2015 voraussichtlich um 5 Prozent sinken wird, hat von den Armutsbekämpfungsprogrammen besonders stark profitieren können. Großartige Erfolge hat auch Indien zu verzeichnen, wo eine Reduzierung der Armutsrate von 52 Prozent (1990) auf 22 Prozent in 2015 erwartet wird. Es kann davon ausgegangen werden, dass die globale Armut bis 2015 unter 15 Prozent liegt und damit das Ziel von 23 Prozent sogar übertroffen wird.

In vielen Ländern - wie hier beispielsweise in Indien - ist der Anteil der armen Bevölkerung noch immer hoch

Aber auch wenn die Armut stark reduziert werden konnte, ist der Anteil der Menschen, die zwischen 2005 und 2007 zusätzlich unter die Armutsgrenze fielen, mit 16 Prozent viel zu hoch. Über Indiens Erfolge im Kampf gegen die Armut können wir uns zwar freuen, jedoch darf nicht übersehen werden, dass laut Weltbank immer noch 75,6 Prozent der Bevölkerung des Landes mit weniger als zwei US-Dollar am Tag auskommen muss- das sind mehr als 800 Millionen Menschen, die in bitterer Armut leben!

Trendbeobachtungen in Südostasien, Ostasien und Lateinamerika deuten darauf hin, dass bis 2015 die angestrebte Armutsreduktion dort nicht erreicht werden kann. Zwischen den Ländern dieser Regionen herrschen große Unterschiede. Fortschritte scheinen an jenen vorüberzugehen, die auf der untersten ökonomischen Stufe stehen oder auf andere Weise, wie Geschlecht, Alter, Ethnizität oder Behinderung, benachteiligt sind. Die Ungleichheiten zwischen ländlichen und urbanen Gebieten bleiben groß; zur Erreichung der angestrebten Ziele ist daher ein flächendeckendes und nachhaltiges Wachstum, insbesondere für die armen und marginalisierten Bevölkerungsgruppen, notwendig.

Um die anhaltenden Ungleichheiten zu überwinden, ist die Mikrofinanzarbeit ein wichtiges Entwicklungsinstrument. Um einen egalitären Zugang zu ermöglichen und Armut langfristig zu minimieren, stellen diverse Mikrofinanzinstitutionnen dabei die Leistungen sowohl Frauen und Männern, und dabei insbesondere jenen, die in ländlichen und abgelegenen Regionen leben, zur Verfügung. Der Bereich der sozialen Mikrofinanz ist somit ein wichtiger Faktor zum Erreichen der Millenniumsentwicklungsziele.

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