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Mit Mikrofinanz Menschen die Flucht ersparen

In einem Interview mit foonds.com spricht der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Oikocredit Austria Günter Lenhart über die Arbeit von Oikocredit, die das Leben armer Menschen in Entwicklungsländern grundlegend zu verändern versucht, und über die Rolle der Mikrofinanz in der Flüchtlingskrise.

Rolle der Mikrofinanz

„Nur wer in seinem Land keine Chancen auf ein Leben in Würde sieht, ist anfällig für Schlepper, die paradiesische Zustände in Europa versprechen“, so Lenhart. Daher fordert er, dass die Fluchtursachen direkt in den Heimatländern bekämpft werden. Die Menschen würden nicht grundlos ihre Heimat verlassen und den langen und gefährlichen Weg nach Europa auf sich nehmen.  Nicht nur die Politik, sondern jeder in der Gesellschaft müsse sich für die Betroffenen einsetzen und versuchen zu helfen. Dabei spielen die Mikrofinanz und beispielsweise Oikocredit als sozialer Investor ebenfalls eine große Rolle. Zwar könne Oikocredit nichts gegen Kriege bewirken, jedoch können die richtigen Entwicklungsprojekte die Menschen von einer Zukunft ihrer Heimat überzeugen. Durch diese Projekte können Menschen in den betroffenen Entwicklungsländern eine vernünftige Lebensgrundlage aufbauen und so an ihre Zukunft glauben.

Hilfe zur Selbsthilfe

„Geld allein ist nicht genug.“ Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende betont, dass den Menschen nicht allein durch Geld geholfen werden kann. Man müsse ihnen neben Geld auch Know-how anbieten, damit sie die lokalen Hindernisse überwinden können und nach einiger Zeit auf eigenen Füßen stehen, zum Beispiel durch den Aufbau kleinerer Unternehmen. Nur so ist eine nachhaltige Unterstützung und Perspektive möglich.
 

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