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Oikocredit: Matthias Lehnert wird neuer Geschäftsführer für Deutschland

Am heutigen 15. August wird Matthias Lehnert die Geschäftsführung von Dr. Florian Grohs, der zu Oikocredit International wechselt, übernehmen. Der 34 Jahre alte Politikwissenschaftler und Volkswirt war bisher Geschäftsführer der regionalen Oikocredit-Vertretung für Hessen und die Pfalz.

Matthias Lehnert (Foto: Oikocredit)

Oikocredit ist seit über 35 Jahren ein Pionier des sozial verantwortlichen Investments. Die Anleger finanzieren mit ihren Investitionen die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in fast 70 Ländern. Wir wollen das noch bekannter machen und Menschen für unsere Arbeit gewinnen“, erläutert der neue Geschäftsführer in Mainz. „Das gilt besonders auch in Zeiten der Finanzkrise. Wir bieten eine Alternative zu konventionellen Geldanlagen, bei denen es ausschließlich um Renditeziele geht.“

Entwicklungshilfe die ankommt: Mit dem Genossenschaftsmodell

Mit dem Geld ihrer Anleger vergibt die Genossenschaft Oikocredit Darlehen und Kapitalbeteiligungen an Mikrofinanzinstitutionen, Genossenschaften und Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Bundesweit investieren derzeit rund 20.000 private und institutionelle Anleger bei Oikocredit. Ein großer Teil des gesamten Mitgliederkapitals in Höhe von über 500 Millionen Euro stammt von deutschen Investoren. In den letzten Jahren haben sie stets zwei Prozent Dividende auf ihre Genossenschaftsanteile erhalten. „Unseren Anlegern geht es nicht um maximale Rendite, sondern um hohe soziale Wirksamkeit“, so Lehnert.

Entwicklungspolitik die durch Mikrokreditprojekte geprägt ist

Bis 2009 war Matthias Lehnert wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Mannheim. Anschließend wurde er der erste hauptamtliche Geschäftsführer des Oikocredit Förderkreises Hessen-Pfalz e.V. in Frankfurt. Seit 2010 arbeitet Lehnert zudem ehrenamtlich im Vorstand des Entwicklungspolitischen Netzwerks Hessen mit.

„Die Kontakte zu Nichtregierungs- und Entwicklungsorganisationen, aber auch zu Kirchen werden wir weiter ausbauen“, betont Lehnert. „Oikocredit hat ihre Wurzeln in der Ökumene und in der entwicklungspolitischen Community. Dort finden wir viel Unterstützung, aber auch konstruktive Kritik.“ Vor allem in der Diskussion über Mikrokredite gebe es einen regen Austausch. „Eine sozial orientierte Vergabe von Mikrokrediten ist ein wichtiges Instrument der Entwicklungsförderung“, ist Lehnert überzeugt. „Wir wollen dieses Instrument weiter verbessern. Dabei ist die öffentliche Diskussion für uns sehr wertvoll.“

Matthias Lehnert hat in der Vergangenheit bereits eng mit dem bisherigen Deutschland-Geschäftsführer Florian Grohs zusammengearbeitet. Grohs wechselt in die Oikocredit-Zentrale im niederländischen Amersfoort, wo er als Direktor der Abteilung Darlehen und Kapitalbeteilungen die Zusammenarbeit mit knapp 900 Oikocredit-Partnern in fast 70 Ländern verantwortet. Dabei kann der promovierte Agrarökonom seine früheren Erfahrungen bei verschiedenen Banken und als Oikocredit-Regionalbeauftragter für Osteuropa einbringen.

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