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Sieben Wünsche an die finanzielle Inklusion in 2016 von sieben Vordenkern

Was kann man 2016 an der Mikrofinanz und finanziellen Inklusion verbessern? Welche Entwicklungen und Innovationen sind in diesem Jahr hervorzuheben und zu fördern? Ein Artikel von NextBillion stellt nun die Wünsche von sieben bedeutenden Vordenkern zu diesem Thema zusammen.

Die Befragten, welche zumeist eine führende Position in wichtigen Unternehmen und Organisationen der Mikrofinanz einnehmen, äußern sich dazu, wie sie Strategien und Pläne entwickeln können, um auf dem Erfolg der Mikrofinanz in 2015 weiter aufzubauen. 2015 wurden neue Ziele gesetzt und alte mit Erfolg abgeschlossen. So wurde zum Beispiel im Zeitraum von 2011 bis 2015 über 700 Millionen Menschen der Zugang zu Finanzdienstleistungen möglich gemacht. Ebenso erkannten die Vereinten Nationen die Bedeutung und Möglichkeiten der finanziellen Inklusion und nahmen sie in die Ziele der nachhaltigen Entwicklung mit auf.


“Mein Wunsch ist es, dass 2016 Mikrofinanzinstitute und digitale Finanzdienstleister eng zusammenarbeiten, um finanzielle Inklusion auch an die Menschen zu tragen, die am unteren Ende der Pyramide leben.”
– Shameran Abed, Direktor von BRAC

 

“Ich wünsche mir für 2016: Dass wir endlich den Fokus auf die Menschen legen, die mit weniger als 70 Cent am Tag auskommen müssen - durch die Verpflichtung den Grenzwert für als extrem arm geltende Menschen zu erhöhen.”  
– Anne H. Hastings, Interessensvertreterin und Qualitätssicherungsberaterin am Uplift

 

“Unser Wunsch ist es, unseren KlientInnen durch das Nutzen von neuen Innovationen, Smartphones und Netzwerken, die Möglichkeit zu geben, einfacher, günstiger und schneller, Zugang zu unseren Dienstleistungen zu erhalten.”
– Rupert Scofield, Präsident und CEO von FINCA International

 

“Es gibt immer noch viel Ungerechtigkeit auf der Welt, wenn über die Hälfte der Weltbevölkerung – vor allem in entlegenen ländlichen Gebieten – immer noch nur unzureichenden Zugang zu Finanzdienstleistungen jeglicher Art besitzt. Mein Wunsch ist es daher, dass wir als Finanzindustrie einen nachhaltigen Weg finden, diese Menschen zu erreichen. Digitale Technologie wird dabei einen zentralen Aspekt einnehmen, aber wir müssen uns ebenso versichern, dass unsere KlientInnen weiterhin qualitativ hochwertige, persönliche Beratungen und Führung erhalten.“
– Scott Brown, Präsident und CEO von VisionFund International

 

“Mein Wunsch für die finanzielle Inklusion im Jahr 2016 liegt darin, dass die Ungleichheit zwischen Mann und Frau ein für alle Mal beendet werden soll. […]”
– Mary Ellen Iskenderian, Präsidentin und CEO von Women’s World Banking

 

“Mein Wunsch ist es, dass wir genauso viel Fortschritt in Qualität und Nutzen erzielen wie wir [letztes Jahr] Menschen Zugang [zu Finanzdienstleistungen] ermöglicht haben.”
– Michael Schlein, Präsident und CEO von ACCION

 

“Bildung ist eine der effektivsten Möglichkeiten den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen, Leben zu verändern und Familien und Gemeinden zu stärken. Immer noch können 125 Millionen Kinder auf der Welt  nicht in die Schule gehen, weil ihre Eltern die Schulgebühren nicht bezahlen können, die Schule zu weit weg ist oder die Bildungsqualität zu niedrig ist und die Bedürfnisse der Kinder nicht angesprochen werden. Also besteht mein Wunsch für das neue Jahr darin, finanzielle Inklusion zu vielen weiteren Familien auf der ganzen Welt zu tragen. Damit wir Ihnen die Möglichkeit geben, Unternehmen zu eröffnen und zu erweitern, Einkommen zu erhalten, Jobs zu erschaffen und ihre Kinder in qualitativ hochwertige Klassenräumen zum Lernen zu schicken, um zu wachsen und zu gedeihen. Bildung ist der Schlüssel, um Armut zu beenden und die Welt zu verändern.“
– David Simms, Präsident und Chief Development Officer von Opportunity International

 

Habt ihr bestimmte Wünsche oder Ziele, die 2016 in der finanziellen Inklusion, Mikrofinanz und Entwicklungshilfe erreicht werden sollen? Schreibt sie uns!
 

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