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Starbucks investiert 1 Million Euro in Fairtrade-Zugangsfonds

Die Kaffeekette Starbucks investiert als erstes Unternehmen in den von Incofin Investment Management, Fairtrade International und der Grameen Foundation gegründeteten Faitrade-Zugangsfonds, der Kleinbauernorganisationen in Entwicklungsländern den Zugang zu langfristigen Krediten ermöglichen soll. Starbucks zeigt mit 1,3 Mio. US-Dollar (ca. 1 Mio. Euro), seinen Willen zum sozialen  Engagement.

Ben Packard, Vizepräsident für globale Verantwortung bei Starbucks, Foto: The Seattle Times

“Diese direkte Investition in Kleinbauernorganisationen ist Ausdruck unseres Bestrebens, die globalen Kaffee-Lieferketten zu stärken und die Lebensbedingungen von Kleinbauern auf der ganzen Welt zu verbessern.”, betont Ben Packard, Vizepräsident, für globale Verantwortung bei Starbucks.

Mithilfe des Fonds können Kleinbauernorganisationen in Entwicklungsländern mit verschiedensten Krediten ihre Betriebe weiter ausbauen und in neuartige Technologien investieren. Daneben erhalten die Bauern Mobiltelefone über die sie wichtige Informationen über ihren Betrieb zugesendet bekommen. Die einzelnen Betriebe, die von dem Fonds profitieren sollen, sind Fairtrade-zertifiziert oder haben bereits eine Fairtrade-Zertifizierung beantragt. Diese Zertifizierung macht den Organisationen internationale Märkte besser zugänglich. Der Mindestpreis sorgt für finanzielle Sicherheit.

“Wir erleben immer wieder, wie Produzenten durch Fairtrade ihr Leben verbessern können, wenn ihnen dafür die nötigen Mittel zur Verfügung stehen. Durch die Unterstützung unserer Fondspartner und Investoren wird der Fairtrade-Zugangsfond eine kritische Lücke füllen, sodass Produzenten den positiven Wandel in ihrer Gemeinschaft aus eigener Kraft weiter vorantreiben können.”, so Tuulia Syvaenen, Executive Operating Officer von Fairtrade International.

In einer ersten Phase werden Kleinbauernorganisationen in Lateinamerika, in einer zweiten Phase Menschen in Afrika und Asien Unterstützung durch den Fonds erhalten. Das Kapital  soll bis Ende des zweiten Jahres von  8-12 Mio. US-Dollar (6-9 Mio. Euro) auf 25 Mio. US-Dollar (20 Mio. Euro) erhöht werden. Die drei Sponsoren (Incofin, Fairtrade, Grameen) haben das Grundkapital zur Verfügung gestellt. Die Endrendite mit Option auf eine jährliche Dividende ist für die Investoren verlockend. Da es sich um einen offenen Investmentfonds handelt,  können sie außerdem eigene Anteile zurückkaufen.

Loïc De Cannière, Managing Director von Incofin Investment Management betont, wie wichtig soziales Engagement ist: "Wir sind sehr stolz. Der Fonds ist eine großartige Bestätigung dessen, was wir bisher auf internationaler Ebene erreicht haben, sowohl im Hinblick auf finanzielle Erfolge als auch - und das ist noch entscheidender für uns – in Bezug auf den Erfolg unserer Investitionen im sozialen Bereich.”

Dies ist das erste Mal, dass sich zwei internationale gemeinnützige Organisationen und eine soziale Investmentgesellschaft zusammengeschlossen haben, um sich für Menschen in Entwicklungsländern einzusetzen. Jeder der Kooperationspartner tut, was er am besten kann: Incofin International Management verwaltet Fonds und ist für die Beschaffung von Geldmitteln verantwortlich, Fairtrade International ist für den Ausbau des Produzenten-Netzwerks zuständig und die Grameen Foundation für die fachliche Unterstützung der Kleinbauern und die Evaluierung ihrer sozialen Forschritte.

Ein gemeinsames Ziel schweißt die drei zusammen: Menschen in Entwicklungsländern die Chance bieten, einen eigenen  Betrieb aufzubauen und damit selbständig aus der Armut auszubrechen. Mit seiner Investition trägt das Kaffee-Unternehmen Starbucks dazu bei, dieses Ziel zu verwirklichen.

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