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30. Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Am 25. November fand zum 30. Mal der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen statt. Die Einführung dieses Gedenktages geht auf die „Schwestern Mirabal“ zurück. Drei dieser vier Schwestern wurden am 25. November 1960 von Soldaten des brutalen Diktators Rafael Trujillo ermordet, unter dem die Dominikanische Republik mehr als 30 Jahre lang zu leiden hatte. Die Schwestern unterstützten die Untergrundorganisation „Bewegung des 14. Juni“, welche Trujillo stürzen wollte, um dessen Schreckensherrschaft ein Ende zu setzen.

Die mutigen Schwestern Mirabal entwickelten sich zum Symbol, weltweit gegen Unrecht gegenüber Frauen und Mädchen einzutreten. 21 Jahre nach ihrer Ermordung, am 25. November 1981, wurde dieser Tag von karibischen und lateinamerikanischen Feministinnen zum Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Mädchen und Frauen ausgerufen.

Seitdem werden jedes Jahr am 25. November weltweit Veranstaltungen gegen Gewalt und Diskriminierung von Frauen und Mädchen organisiert. Themen dabei sind oftmals Zwangsprostitution, Beschneidung und Bildung.

Die Schwestern Mirabal

Auch die deutsche Entwicklungspolitik hat sich dieses Themas angenommen. Die Rechte der Frauen sollen gestärkt werden, da Gleichberechtigung von Frauen und die Entwicklung eines Landes Hand in Hand gehen. Nach wie vor finden weltweit Benachteiligungen von Frauen statt.

Das BMZ konzentriert sich primär auf drei Bereiche. Zum Einen ist dies die häusliche Gewalt. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt die Frauen dabei, zu lernen, ihre Rechte zu kennen und anzuwenden.

Der zweite Bereich geht auf die Frauen in bewaffneten Konflikten ein. Allein in der Demokratischen Republik Kongo wurden im Jahr 2000 etwa 100.000 Frauen vergewaltigt und in Sierra Leone wurden 94% der weiblichen Flüchtlinge zu Opfern sexueller Gewalt. Deutschland setzt sich dafür ein, diese sexualisierte Gewalt als Kriegsverbrechen zu definieren und die Täter auf nationaler Ebene oder vor dem internationalen Strafgerichtshof zur Rechenschaft zu ziehen.

Des Weiteren bekämpft die internationale Entwicklungszusammenarbeit Frauenhandel und Zwangsprostitution. Es werden Maßnahmen gefördert diesen Menschenrechtsverletzungen vorzubeugen, Zeuginnen und Opfer zu schützen sowie zu rehabilitieren.

Zusätzlich zur Unterstützung der Gewaltopfer hilft das BMZ den Frauen dabei, sich eine unabhängige Existenz aufzubauen, um eigenständig ihre Familien unterstützen zu können und aus dem Teufelskreis der Armut entfliehen zu können. Dies wird beispielsweise durch die finanzielle Förderung von Mikrofinanzinstitutionen vor Ort praktiziert, deren Finanzdienstleistungen von den Frauen in Anspruch genommen und in kleine Geschäfte, wie zum Beispiel Schneidereien oder den Handel mit Gewürzen, investiert werden können.

Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen dient zum Anlass weiterhin Energien zu entwickeln den Missständen, mit denen Frauen weltweit nach wie vor konfrontiert sind, ein Ende zu setzen.
 

 

Bild: el-bohio.com/mirabal/

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