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Internationaler Tag zur Überwindung der Armut

"Verfechter der Menschenrechte aus aller Welt haben sich auf diesem Platz versammelt. Sie haben den Opfern von Hunger, Unwissenheit und Gewalt Ehre erwiesen. Sie haben ihrer Überzeugung Ausdruck gegeben, dass Elend nicht unabänderlich ist. Sie haben ihre Solidarität mit all jenen Menschen bekundet, die irgendwo auf der Welt für die Überwindung des Elends kämpfen. Wo immer Menschen dazu verurteilt sind, im Elend zu leben, werden die Menschenrechte verletzt. Sich mit vereinten Kräften für ihre Achtung einzusetzen, ist heilige Pflicht."

In Armut lebende indische Frau vor ihrer Hütte

Diese Inschrift von 1987 in einer der Marmorplatten auf dem Platz der Menschenrechte (Trocadero) in Paris erinnert an den Ursprung des "Internationalen Tages zur Überwindung der Armut". Offiziell besteht dieser Gedenk- und Aktionstag seit dem Jahr 1992, in dem die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 17. Oktober zum internationalen Tag zur Überwindung der Armut ausrief. Festgehalten wurde, dass ein Leben in Armut nicht mit den internationalen Menschenrechten vereinbar ist.

Denn in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wird postuliert, dass jede Person ein Anrecht auf einen Lebensstandard hat, "der seiner Familie Gesundheit und Wohl gewährleistet, einschliesslich Nahrung, Kleidung, Wohnung".

Seitdem wird jedes Jahr am 17. Oktober an die Millionen von Menschen erinnert, die immer noch in Armut leben müssen. Die übergreifende Idee ist, die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Thema Armut zu lenken und die globale Weltgemeinschaft im Kampf gegen die weltweite Armut enger zusammenrücken zu lassen.

In diesem Jahr steht der Tag zur Überwindung der Armut unter dem Motto „Von Armut zu Nachhaltigkeit". Mitarbeiter des Centre of Inclusive Development betonen, dass die Bekämpfung von Armut ein unumgänglicher Schritt ist, gerade mit  Blick auf die Entwicklung einer nachhaltig strukturierten Welt.

Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus

In den letzten Jahren hat so das eigentlich schon lange existierende Modell der Mikrokreditvergabe, neben den herkömmlichen Instrumenten der Entwicklungszusammenarbeit, wieder zunehmend an Prominenz gewonnen und sich als ernsthafte Alternative etabliert, die sowohl effektiv als auch nachhaltig armen Menschen helfen kann. Besondere Medienpräsenz erfuhr die Mikrofinanz durch Prof. Muhammad Yunus, der schon Anfang der 70er Jahre Mikrokreditprogramme initiierte aus dem dann in der Folge die Grameen Bank hervorging. Im Jahr 2006 erhielten Yunus und die Grameen Bank für ihre Bemühungen im Bereich der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung den Friedensnobelpreis.

Mikrofinanz-Klientinnen während eines Gruppenmeetings

Die aktuell in Armut lebenden Menschen sehen sich nicht nur mit Hunger und Perspektivlosigkeit konfrontiert, sondern stehen auch äußeren klimatischen Veränderungen, ökologischen Zerstörungen und steigenden Lebensmittelpreisen oft hilflos gegenüber. Mikrofinanz kann diesen Menschen die Möglichkeit geben, sich diesen Entwicklungen, durch den Aufbau einer eigenen Existenz und durch Schutz vor verherrenden Naturphänomen z.B. durch Mikroversicherungen entgegenzustellen.

Der 17. Oktober gibt diesen Menschen eine Plattform, gehört zu werden. Die Mikrofinanzplattform Deutschland unterstützt die Idee der Mikrofinanz, um so den armen Menschen der Welt die Möglichkeit zu geben, sich nachhaltig eine eigene Existenz aufbauen zu können.

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