Rundum-Sicherheit für die ganze Familie

Rundum-Sicherheit für die ganze Familie

Bei der ersten Begegnung war Mary Jackson, 25, aus dem Süden Malawis noch recht schüchtern, doch während des Besuchs in ihrem eigenen Zuhause konnte man ihren Stolz spüren. Seit sie eine Opportunity-Klientin ist und ihr Kleinunternehmen erweitern konnte, ist ihre Lebensgrundlage und die ihrer Familie gesichert und sie kann mit Optimismus in die Zukunft schauen.

Dank ihres guten Geschäftssinns hat es Mary innerhalb kürzester Zeit geschafft, ihr kleines Unternehmen trotz der misslichen wirtschaftlichen Lage des Landes zum Erfolg zu führen. Und das obwohl sich ihr in ihrem Leben immer wieder Steine in den Weg legten: Im zarten Alter von fünf Jahren wurde sie zum Waisenkind und nach dem Beenden der sechsten Klasse musste sie die Schule verlassen, da niemand für die Schulgebühren aufkommen konnte. 

Damals hielt sie sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser - vor allem als Putzkraft oder in einer Näherei. Dies tat sie bis zu ihrem 15. Lebensjahr, das Jahr, in dem sie ihren Mann Humphreys heiratete. Gemeinsam haben sie drei Kinder im Alter von acht, sechs und drei Jahren. Sie leben eine halbe Stunde entfernt von der Opportunity-Filiale in Mulanje in einem sehr armen Dorf.

Das Dorf Mulanje mit seinen roten Backsteinhäusern, die zumeist über keine Wasser- oder Stromleitungen verfügen, wird jeden Montagnachmittag von der Mobilen Bank von Opportunity angefahren, um auch Menschen in den abgelegenen Gebieten zu erreichen. Die vorherrschende Armut in diesem Land gerät bei der Gastfreundlichkeit und der wunderschönen Landschaft fast in Vergessenheit. Durch das Mikrofinanzprogramm  in Malawi versucht Opportunity, die Armut zu bekämpfen. Und dieses wirkt: Hier Das beweisen die dort durchgeführte Studie und erfolgreiche Klienten wie Mary Jackson. Hier finden Sie die ausführliche Studie und eine deutsche Zusammenfassung von Opportunity International Deutschland.

Vor sechs Jahren fing Mary zusammen mit ihrem Ehemann damit an, gebrauchte Kleidung auf dem dörflichen Markt zu verkaufen. Doch zu Beginn reichte das Kapital nicht aus, um genügend Ware zu kaufen und zu verkaufen. Die Familie nagte am Hungertuch und lebte bei Verwandten, da sie sich kein eigenes Heim leisten konnte. Dann hörte Mary von Bekannten von der Möglichkeit, bei Opportunity einen Mikrokredit aufzunehmen. Kurz darauf schloss sie sich mit anderen Klientinnen zusammen und nahm einen Gruppenkredit auf. Mit den umgerechnet 138 Euro konnte sich Mary mehr Kleidung kaufen und auf dem lokalen Markt zum Verkauf anbieten. Die Einnahmen stiegen schnell an und so war sie innerhalb von fünf Monaten in der Lage, den Kredit zurückzuzahlen.

Mary befindet sich nun bereits im fünften Kreditzyklus. Sie kauft neue Ware in dem eine Stunde entfernten Blantyre, lädt die Ware dann auf ihr Fahrrad und überquert gemeinsam mit einer Helferin die Grenze nach Mosambik. Dort kann sie mehr verkaufen, da der Wettbewerbsdruck nicht so hoch ist. Außerdem erweiterte sie ihre Produktpalette: Sie verkauft zusätzlich selbst angebauten Mais und weitere Waren.

Mittlerweile hat Mary ein Mikrosparkonto eröffnet und Schulungen zu betriebswirtschaftlichen Themen besucht. „Früher habe ich einfach nicht gewusst, wie man Geld sparen kann", berichtet Mary bei dem Treffen. Doch jetzt kann sie optimistisch sein und ist womöglich bald nicht mehr angewiesen auf einen Kredit, sondern kann auch mit ihrem angesparten Geld Investitionen tätigen. Mit der abgeschlossenen Mikroversicherung ist sie ebenfalls glücklich, denn - sollte sie einmal sterben - würden ihre Kreditschulden erlassen und nicht ihrer Familie aufgebürdet werden.

Alle ein bis zwei Wochen geht Mary zur Mobilen Bank, die nur fünf Gehminuten von ihrem Haus entfernt steht. Das erspart ihr sehr viel Zeit und Geld - dies kann sie dann wieder in ihr Geschäft investieren. Bei der mobilen Bank kann sie Ein- und Auszahlungen tätigen und gegebenenfalls Kredite zurückzahlen. Zwischen ihr und den Angestellten, besonders ihrem Kreditbetreuer Antoni Musonzo, besteht ein vertrauenvolles Verhältnis.

Die Familie hat dank des gut laufenden Geschäfts eine ausgewogene Ernährung und saubere Kleidung, für die Kinder konnten Schuluniformen und Unterrichtsmaterialien angeschafft werden. Mary ist sehr stolz über das, was sie trotz der schwierigen Ausgangssituation geschafft hat. Ihre Familie besitzt jetzt ein kleines Haus mit vier Zimmern und einem eigenen Brunnen. „Bald wird es sogar einen Stromanschluss geben!", freut sich Mary.

Ihre Familie ist im Dorf nun sehr angesehen. Denn Mary arbeitet in der Dorfgemeinschaft ehrenamtlich, verleiht gelegentlich etwas Geld an andere Gemeindemitglieder und gibt ihnen Ratschläge bei geschäftlichen Dingen. Mary hat sich weiterhin zum Ziel gesetzt, einen eigenen Laden in Malawi zu eröffnen und nebenbei Tee anzubauen. Ihr ganz persönlicher Wunsch ist es, ihren Kindern einen höheren Bildungsabschluss zu ermöglichen, damit sie einmal einen besseren Start ins Leben haben.

Diese Klientengeschichte wurde zur Verfügung gestellt von Opportunity International Deutschland und ihrem Implementierungsakteur Opportunity International Bank of Malawi.

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