Raus aus dem Dreck

Raus aus dem Dreck

Helenita Servas, Philippinen

Die Geschichte von Helenita Servas und ihrem Mann Crisostomo begann 2003 mit dem Kauf eines Kohleofens. Solch ein Kohleofen führt zwangsläufig dazu, dass jeder der ihn benutzt, von Kopf bis Fuß mit Ruß bedeckt ist, da man ihn konstant befächern muss. Eine harte und ziemlich dreckige Aufgabe. Da dies zudem sehr viel Zeit in Anspruch nahm, hatte Crisostomo eine Idee: Er baute einen einfacher zu bedienenden, zudem effektiveren und vor allem sauberen Ofen. Er entwickelte einen Kohleofen, der ein eingebautes elektrisches Gebläse besitzt, welches auf Knopfdruck die Temperatur regelt.

Da der Ofen sich in der Praxis als sehr hilfreich erwies, hatten die beiden die Idee, diesen Ofen für den Verkauf zu produzieren. Das Paar begann mit der Produktion indem sie lokale Materialen, wie Zement, Ton, Blechplatten und gebrauchte Rohre verwendeten. Die fertigen Öfen verkauften sie unter anderem an Nachbarn, Lehrer, Krankenschwestern und Regierungsmitarbeiter in ihrer Gemeinde im philippinischen Buenavista, Agusan del Norte.

Die ermutigende Resonanz auf ihre Geschäftsidee führte dazu, dass Helenita und Crisostomo ihr Unternehmen weiter ausbauen wollten. Denn noch reichten die Einnahmen ihres kleinen Unternehmens nicht aus, um gut davon leben zu können. An Sparen war nicht zu denken. Doch mangelndes Kapital behinderte sie beim Ausbau ihres Kleinunternehmens. Sie versuchten bei den örtlichen Banken einen Kredit zu bekommen, wurden jedoch zurückgewiesen. Nachdem sie vom Mikrofinanzprogramm von KMBI, dem philippinischem Partner der Schmitz-Stiftungen, hörten, bewarb sich Helenita für einen Kredit und wurde schließlich sogar die Gruppenleiterin ihrer Kreditnehmergruppe.

Heute produzieren die beiden Eheleute im Durchschnitt 15 Öfen am Tag. Sie verkaufen ihre Öfen sogar bis in die entfernte Gemeinde San Francisco in Agusan del Sur. Neben der Ofen-Produktion kann Helenita zudem noch ihr Einkommen erhöhen, indem sie auf ihrem eigenen Ofen Essen zubereitet und dieses dann an Nachbarn und nah gelegene Schulen verkauft. Ein kleines Catering-Unternehmen entstand.

Durch das Mikrofinanzprogramm lernte Helenita wie sie ihre Produkte richtig zu vermarkten hat, wie man Menschen führt und sogar wie sie ihren eigenen Haushalt noch ökonomischer führen kann. Die Eheleute wurden durch den Erfolg in ihrem Leben schließlich auch wieder in ihrem christlichen Glauben gestärkt, nicht zuletzt durch die Mikrofinanzinstitution und Implementierungsakteur KMBI. Während der regelmäßigen Kreditnehmertreffen lebt die Gruppe ihren Glauben, liest aus der Bibel und hilft sich moralisch bei anstehenden Problemen. Der Glaube und der Erfolg lassen Helenita und Crisostomo hoffnungsvoll in die Zukunft schauen.

Diese Klientengeschichte wurde bereitgestellt von den Schmitzstiftungen und ihrem Implementierungsakteur Kabalikat para sa Maunlad na Buhay Inc. (KMBI) auf den Philippinen.

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