Mikrofinanzprojekt des Monats: Die Frankfurt School of Finance & Management stärkt die mittlere Führungsebene der MFIs in Subsahara-Afrika

Mikrofinanzprojekt des Monats: Die Frankfurt School of Finance & Management stärkt die mittlere Führungsebene der MFIs in Subsahara-Afrika

Organisation
Frankfurt School of Finance & Management
Projektname
Stärkung der mittleren Führungsebene im Bereich Leadership, Management und Aufsichtsfunktionen von Mikrofinanzinstitutionen (MFIs) in der Region Afrika südlich der Sahara (auch Subsahara-Afrika genannt)
Projektland
15 Länder in Subsahara-Afrika: Angola, Benin, Elfenbeinküste, Ghana, Kamerun, Kenia, Mali, Nigeria, Ruanda, Sambia, Senegal, Tansania, Togo, Uganda, Zimbabwe
Projektbeschreibung
Die Frankfurt School of Finance & Management unterstützt 38 REGMIFA (regionale MSME Investmentfond für Subsahara Afrika)* Partnerinstitutionen bei der Stärkung ihrer mittleren Führungsebene. Dabei geht es vor allem um die Förderung von sozialer Kompetenz in den Bereichen Leadership, Management und bei Aufsichtsfunktionen, durch individuelle Trainingskurse, sowie Coaching und Mentoring.
Partner & Geber
REGMIFA* TA Facility
Laufzeit
2014-2016

Stärkung von Managementkompetenzen für die mittlere Führungsebene von 38 MFIs


Die mittlere Führungsebene bildet das Rückgrat von vielen wachsenden Mikrofinanzanbietern. Ihr obliegt die Aufgabe, aus Strategie Tagesgeschäft zu machen, und sie ist die Schnittstelle zwischen der oberen Führungsebene und den operativen Teams. Management– und Führungskompetenzen sind dabei unerlässlich.
Allerdings mangelt es häufig an Führungs- und  Sozialkompetenzen. Das wurde auch innerhalb der REGMIFA* Partnerinstitutionen in Subsahara-Afrika festgestellt: Mitarbeiter von MFIs werden meist intern aufgrund ihrer technischen Fähigkeiten zu mittleren Managern befördert, zum Beispiel aus ihrer Position als  Kreditsachbearbeiter heraus. Dadurch sieht sich ein Großteil der Kandidaten zum ersten Mal mit den Problemen der Personalführung oder Managementaufgaben konfrontiert. Zudem bieten nur sehr wenige MFIs auch Managementtrainings für das mittlere Management an, weshalb häufig das Potential der Mitarbeiter nicht ausgeschöpft werden kann.  
Aus dem Grund hat die REGMIFA Technische Hilfe ein maßgeschneidertes Training für mittlere Manager der Partnerinstitutionen angeboten, damit diese gefördert und gestärkt werden können und die notwendigen Kompetenzen erlernen, die ihre Position erfordert. Die Frankfurt School of Finance & Management wurde beauftragt, REGMIFA Partnerinstitutionen zu unterstützen und durch Trainings, Coachings und Mentoring Manager der mittleren Führungsebene von MFIs in Subsahara-Afrika zu stärken, die nötigen sozialen Kompetenzen zu fördern und diese vor allem für die Bereiche Leadership, Management und bei Aufsichtsfunktionen zu entwickeln.

Im Rahmen des Projektes haben 38 Partnerinstitutionen, in über 15 Ländern in Subsahara-Afrika Trainings- und Mentoringkurse sowie Coachings zum Aufbau und Stärkung des mittleren Managements erhalten. Über 2200 Personen nahmen an den verschiedenen Maßnahmen teil.


Maßgeschneiderte Trainingsprogramme, die sich an Bedürfnisse der MFIs richten

Musoni Kenya


Das Projekt ist in 3 Phasen aufgebaut: In der ersten Projektphase wurde zunächst eine Bedarfsanalyse durchgeführt, um die Trainings-, Coaching- und Mentoring-bedürfnisse für die Positionen der mittleren Führungsebene zu ermitteln und auf dieser Basis die Trainingsprogramme zu entwickeln und maßzuschneidern.
In diesem Zusammenhang wurden zunächst relevante Dokumente der Institution gesichtet, aber auch vor Ort mit verschiedenen Akteuren der MFIs gesprochen, im Hauptsitz als auch in den Zweigstellen, um ein besseres Bild von den institutionellen Zielen zu bekommen, und Herausforderungen und Probleme der mittleren Führungsebene besser zu verstehen. So wurde unter anderem direkt mit den mittleren Managern gesprochen, um festzustellen welche Kompetenzen sie vor allem aufbauen möchten und mit den Senior Managern, um zu analysieren, welche Kompetenzen ihnen an meisten bei ihrer mittleren Führungsebene fehlen. Dabei standen vor allem die nicht-technischen Kompetenzen im Fokus, wie Management- und Führungsaufgaben. Nach der 2-tägigen Bedarfsanalyse wurde dann ein Trainingsprogramm kreiert, das möglichst effektiv und passgenau für die MFI gestaltet ist und einen größtmöglichen Wissenstransfer ermöglicht.  

Accion Nigeria


In der zweiten Projektphase wurden dann die Trainingsprogramme durchgeführt. Zunächst wurde, falls gewünscht, mit einem 3-tägigen Training of Trainers (ToT) Seminar begonnen, das Trainingsmethodik vermittelt, aber auch Kompetenzen fördert und Teilnehmer zu internen Trainern ausbildet. Dabei hat sich gezeigt, dass der Lerneffekt am höchsten ist, wenn neue Trainer als Co-Trainer in den weiterführenden Seminaren eingesetzt wurden und dann nach und nach eigene Trainings durchführen. Im Anschluss an das ToT Seminar wurden die Trainings für die mittlere Führungsebene durchgeführt, auf Basis des zuvor entwickelten Trainingsplans. Die häufigsten Trainingsthemen waren bisher die Bereiche Mitarbeiterführung, Entscheidungsfindungsprozesse, Kommunikationsfähigkeiten und Leistungsmanagement.
In den meisten Trainingsprogrammen sind auch Themen des Verbraucherschutzes oder Soziale Leistung (Social Performance) integriert, die sowohl aus Kunden- als auch aus Mitarbeitersicht diskutiert wurden: Auf Kundenseite geht es dabei vor allem um ein adäquates, den Kundenbedürfnissen entsprechenden Design von Produkten und Dienstleistungen oder einer fairen und respektvollen Behandlung von Kunden, aus Mitarbeitersicht, um Themen der Motivation und Leistungsbeurteilung.  
Die Trainings fanden meist außerhalb der MFIs statt, um volle Fokussierung auf das Training zu garantieren. Pro Partnerinstitution wurden durchschnittlich 15 bis 18 Trainingstage für verschiedene Trainingsgruppen veranschlagt. Nach Abschluss des Trainingsprogramms wurde in der dritten Phase das Feedback von allen Teilnehmern gesammelt und ausgewertet. Außerdem wurde zusammen mit den Personalabteilungen der MFIs das Projekt abschließend evaluiert und analysiert, ob weiterer Bedarf nach Training, Mentoring und Coaching besteht.


Hohe Nachfrage nach Managementtraining


Die bisherige Nachfrage nach den Trainings der Frankfurt School war sehr hoch. Das liegt vor allem daran, dass viele mittlere Manager nur auf Grund ihrer technischen Fähigkeiten in eine Managementposition befördert wurden und bisher kaum Managementtrainings und Maßnahmen zur Förderung von Sozialkompetenzen erhalten haben. Viele MFIs sind zudem in den letzten Jahren stark gewachsen, und benötigen ein starkes mittleres Management, um höhere Leistungsziele zu erreichen und dem starken Wettbewerbsdruck stand zu halten.

Grooming Nigeria

Auch gab es innerhalb der MFIs häufig keine eigenen Personalentwicklungsprogramme und die Institutionen sind von einigen wenigen externen Anbietern abhängig. Aus dem Grund war auch die Nachfrage nach den ToT Seminaren sehr hoch. Interne Trainer können nun die Trainings der Frankfurt School eigenständig umsetzen und sichern so die Nachhaltigkeit des Projektes.

Engagement und Einbindung der Seniormanager unerlässlich für Projekterfolg


Ein wesentlicher Erfolgsgarant ist zudem, dass die MFIs als Ganzes, und das Seniormanagement im Speziellen hinter dem Projekt stehen. Es muss zum Beispiel sichergestellt werden, dass die Trainingsteilnehmer in dieser Zeit zu 100% in das Training involviert sein können und von operationellen Verpflichtungen ausgenommen werden. Daher war es wichtig, auch Seniormanager von Anfang an in das Projekt einzubinden, die Trainingsinhalte zu erklären oder sie an einem Training teilnehmen zu lassen.

*Der regionale MSME Investmentfond für Subsahara-Afrika S.A., SICAV-SIF (REGMIFA) wurde im Mai 2010 gegründet, mit dem Ziel, die wirtschaftliche Entwicklung in der Region zu fördern, sowie Beschäftigung voranzutreiben, Einkommen zu generieren und Armut zu mindern. Dies soll vor allem durch die Bereitstellung von innovativen Finanzprodukten vorangetrieben werden, sowie durch die technische Unterstützung von Partner Kreditinstituten die Kleinst-, Klein- und mittelegroße Unternehmen (KKMU) bedienen.

Fotocopyright: Frankfurt School
 

 

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