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Ein paar hundert Dollar als Chance

Titel
Ein paar hundert Dollar als Chance
Autor
Gregor Andrea
Beitragsart
Presseartikel, Online-Artikel
Medium
Stuttgarter-Zeitung
Thema
Darlehen; Entwicklung des Mikrofinanzsektors; Kreditnehmer; Mikrofinanz; Mikrokredit; Mikrokreditnehmer; Spezielle Mikrofinanzprogramme; Oikocredit
Jahr
2014
Inhalt

Mikrokredite sollen helfen, Armut zu lindern. Auch in Bolivien, dem „Armenhaus Südamerikas“. Schon seit 1987 ist die Entwicklungsorganisation Oikocredit in Bolivien vertreten und es hat sich ein funktionierender Mikrofinanzsektor etabliert, so die Bildungsreferentin Christina Alff. Auch die Regierung fördert die Vergabe solcher Kleinstdarlehen. In den vergangenen Jahren haben sich so etwa eine Million Menschen, die früher von ein bis zwei Dollar am Tag leben mussten, aus der absoluten Armut herausgearbeitet. Da die Kreditnehmer anfangs so gut wie keine Sicherheiten bieten, erhalten sie zu Beginn nur kleine Darlehen von wenigen hundert bis maximal 1500 Dollar. Die Summen steigen erst, wenn sie bewiesen haben, dass sie das Geld einsetzen und den Schuldendienst leisten können. Ausfallraten bei den bolivianischen Projekten sind bei Oikocredit mit unter einem Prozent extrem gering.

Die staatlichen Banken vergeben Kleinstdarlehen, zu etwas günstigeren Konditionen als die Oikocredit-Partner, die zwischen 14 und 20 Prozent Zinsen verlangen. Die Begründung für diese hohen Zinssätze sei vor allem die hohe Inflationsrate. Um den Zinswucher zu bekämpfen will die sozialistische Regierung ein Gesetz ratifizieren, dass es privaten Geldgeber deutlich erschwert Kredite zu vergeben und sogar zum Rückzug von Oikocredit aus Bolivien führen könnte. Dies wäre für Christina Alff eine „Katastrophe“.

Der Autor gibt einen Einblick  über die postiven Aspekten von Mikrokrediten und nutzt dazu die Porträts von zwei Einzelschickasaalen. Auf der anderen Seite artikuliert der Artikel jedoch auch das mit der Vergabe von privaten Mikrokrediten verbundene Risiko von überhöhten Zinsen.

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