Mobiltelefon-Banking
Das Mobiltelefon-Banking ist eine relativ neue Entwicklung, die in den letzten Jahren überwiegend in Entwicklungsländern entstanden ist. Es handelt sich dabei um finanzielle Tranksaktionen, die über das Handy abgewickelt werden können, in manchen Fällen sogar ohne dass ein Konto bei einer Bank dafür benötigt wird.
In vielen von Armut betroffenen Ländern, insbesondere in Asien und Afrika, ist die Verbreitung von Mobiltelefon-Nutzung und damit der Ausbau von Mobilfunknetzen in den letzten Jahren enorm gestiegen, obwohl die restliche Infrastruktur der Länder sich oft wenig verbessert hat. Daher schafft diese neue Finanzdienstleistung wichtige Möglichkeiten für Menschen, die in abgelegenen Gegenden leben und nur schwerlich in größere Städte kommen.
In Bezug auf Mikrokredite bietet diese neue Art des Bankings einfachere Wege, um die Kreditraten zurückzuzahlen. Das wiederum fördert Verlässlichkeit und Pünktlichkeit. Weiterhin vereinfacht es die Verwaltung, sodass die dadurch gewonnene Zeit in andere Aktivitäten investiert werden kann.
Bisher sind drei Arten von Mobiltelefon-Banking entstanden:
Die erste bietet den Service, Zugang zu und Überweisungen von einem Konto per Handy zu bekommen bzw. vorzunehmen. Diese Dienstleistung wird z.B. von dem Südafrikanischen Bankunternehmen "WIZZIT" angeboten. In diesem Fall betreibt das Unternehmen selbst keine Bankfilialen, sondern nutzt bereits existierende Infrastrukturen der Südafrikanischen Post und der größten Bankengruppe Südafrikas, Absa Group. In jeder der Filialen der beiden Unternehmen können Kunden Geld einzahlen oder abheben, zusätzlich zu den Überweisungsmöglichkeiten per Handy.
Eine weitere Art des mobilen Bankings wird repräsentiert von der philippinischen Finanzdienstleistung "smartmoney": Hier können Handybesitzer eine Prepaid-Debitkarte erwerben, die als Kontoersatz gilt. Aufladen und Abheben kann man in allen SMART Filialen. Da SMART der größte Mobilfunkanbieter auf den Philippinen ist, verfügt das Unternehmen über eine dementsprechend gute Infrastruktur. Überweisungen von und auf die Debitkarte können dann wiederum über das Handy getätigt werden.
Die dritte und mobilste Art benötigt keinerlei Bankinstitute oder Konten: Das Geld kann in einem Handy-Laden hinterlegt werden. Daraufhin kann es per SMS-Code an eine andere Person „überwiesen“ werden, die die Summe, so genanntes „Mobilgeld“, dann bei dem nächstgelegenen Handy-Laden abholen kann. Dieses System des Geldtransfers wird durch den in diesem Bereich sehr erfolgreichen, kenianischen Dienst M-PESA angeboten.
Mikrofinanzprojekt des Monats
- Mikrofinanzprojekt des Monats: Kreditvergabe an Finca MC in Kirgisistan durch Invest in Visions
-
Unterstützung und Förderung von Kleinunternehmern in Kirgisistan, speziell in Osh, dem Krisengebiet in 2010 durch den Invest In Visions Microfinance Fonds ...mehr
- Über Mikrofinanz
- Mikrofinanz-News
- 20.02.2012 – Internationaler Tag der Sozialen Gerechtigkeit ...mehr
- 09.02.2012 – Auftakt des Internationalen Jahres der Genossenschaften ...mehr
- 06.02.2012 – Frankfurt School of Finance & Management veröffentlicht neues Businessmagazin ...mehr
- 03.02.2012 – 20 Jahre Sparkassenstiftung für internationale Kooperation: Relaunch von www.sparkassenstiftung.de ...mehr
- 01.02.2012 – Katastrophenschutz für Mikrofinanzkunden in Haiti ...mehr
- weitere News
- Nächste Termine
- 07.03.12: Das Für und Wider des Mikrokredits – eine Debatte ...mehr
- 10.03.12: Infotag an der Frankfurt School of Finance & Management ...mehr
- weitere Termine
- Service für Journalisten
- Klientengeschichten
- Förderer des Portals
- Downloads
- Presse-Service
Letzter Diskussionsbeitrag
- wolf3
-
Ich habe kürzlich einen interessanten Artikel im Netz über Mikroversicherungen gefunden, er ist aber schon einiges älter. Hier findet man ihn: ...
- ...mehr
Neuester Film
Neuester Medienbeitrag
Neueste Literatur
Meist gelesene Literatur


