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3rd World Farmer: Ein spielerischer Einblick in das Leben afrikanischer Farmer

Für Bewohner der „Ersten Welt“ ist das Leben in Entwicklungsländern oft schwierig zu erfassen. Zwar gibt es Filme und Dokumentationen, die einem das Lebensumfeld näher bringen, aber man nimmt stets die Rolle des Beobachters ein. Mit welchen tagtäglichen Entscheidungen die Menschen tatsächlich konfrontiert sind, wie diese sich auf ihr Leben auswirken und welchen externen Schocks sie ausgesetzt sind – diese Fragen bleiben oft unbeantwortet.

Diesen Umstand wollten Studenten der IT-Universität Kopenhagen ändern und sie programmierten im Rahmen eines Studenten-Projektes das Spiel 3rd World Farmer im Stile von The Sims oder Civilization, in dem der Spieler in die Rolle eines afrikanischen Farmers schlüpft. In jeder Periode muss der Spieler Entscheidungen treffen; sei es die Wahl des Saatgutes, Investitionen in Werkzeug oder Technik. Schon bald merkt man jedoch, dass es viele Einflussfaktoren außerhalb des eigenen Entscheidungsbereiches gibt. Dürreperiode, Marktpreisschwankungen und Überfälle durch Rebellen zerstören die Ernteeinnahmen und schon bald sieht man sich mit der Frage konfrontiert, ob man sein Kind zum arbeiten und nicht in die Schule schickt oder ob man nicht doch lieber in einen Traktor investiert, anstatt notwendige Medikamente zu kaufen.

Ohne den Anspruch auf totale Realitätsnähe zu stellen, veranschaulicht einem das Spiel die vielen Risiken und Unsicherheiten im Leben von Farmern in Entwicklungsländern. Der Zugriff auf Finanzdienstleistungen wie Mikrokredite oder Mikroversicherungen würde ihre Bedingungen im Spiel und in der Realität deutlich erleichtern. Das Spiel bietet diese Option nicht an, aber in der Realität ist es möglich, die finanzielle Inklusion von Farmern zu erreichen und ihr Leben einfacher zu machen.

Wenn Sie Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern helfen und wirklich aktiv werden wollen, erfahren Sie hier mehr.

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