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Auftakt des Internationalen Jahres der Genossenschaften

Das Jahr 2012 wurde von den Vereinten Nationen (UN) offiziell zum Internationalen Jahr der Genossenschaften erklärt. Das Motto „Genossenschaften gestalten eine bessere Welt“ soll die weltweite Relevanz der Genossenschaften für die wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Entwicklung hervorheben. Dieses Jahr soll dafür genutzt werden, Genossenschaften stärker in die öffentliche Wahrnehmung zu integrieren, die Gründung von Genossenschaften zu fördern und die Regierungen für eine genossenschaftsförderliche Gesetzgebung zu sensibilisieren.

Mit ihren 840.000 Beschäftigten und etwa 35.000 Ausbildungsplätzen pro Jahr sind Genossenschaften ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Deutschland. Ebenso tragen Genossenschaften international einen wichtigen Teil dazu bei, die Armut zu mindern und den Menschen ein besseres Leben zu bescheren.

Auch einige MikrofinanzWiki-Förderer, wie z.B. Oikocredit, ADG, World Vision oder der DGRV, arbeiten mit dem Genossenschaftsmodell. Die Geschichte von Francisco Sanchez aus Nicaragua zeigt, dass das Genossenschaftsmodell auch und gerade in Entwicklungs- und Schwellenländern den Menschen Vorteile bringt.

Es fanden bereits einige Veranstaltungen statt, auf denen sich der DGRV dafür einsetzte, die öffentliche Wahrnehmung von Genossenschaften zu verstärken, um den Teilnehmern die Bedeutung und Vielfalt von Genossenschaften in Deutschland und der ganzen Welt näherzubringen.

FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle informierte sich über Genossenschaften

Vom 20. bis 29. Januar fand die Internationale Grüne Woche 2012 in Berlin statt. Der DGRV präsentierte sich gemeinsam mit dem Deutschen Raiffeisenverband (DRV) auf dem ErlebnisBauernhof, welcher unter dem Motto „Aufbruch zu grünem Wachstum“ stand. Es wurde der Dialog mit Fachbesuchern, Journalisten, Politikern und Konsumenten gesucht. Manfred Nüssel, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes, erläuterte die Bedeutung von Genossenschaften für die Problemlösung in der heutigen Zeit. So ging er darauf ein, dass sich Genossenschaften in vielerlei Hinsicht problematischer Umstände annähmen und zu einer positiven Entwicklung beitragen. Beispiele hierfür seien die Sicherstellung der Welternährung oder die dezentrale Verbreitung von erneuerbaren Energien.

Die Bundesminister Ilse Aigner und Dirk Niebel diskutieren mit DGRV-Präsident Manfred Nüssel

Am 24. Januar eröffnete der DGRV gemeinsam mit dem GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen im Haus der DZ-Bank in Berlin die Auftaktveranstaltung zum Internationalen Jahr der Genossenschaften. Mit Dr. Philipp Rösler, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, fand sich ein prominenter Festredner, der Genossenschaften als Vorbilder der sozialen Markwirtschaft bezeichnete und ihr positives Charakteristikum hervorhob, soziale Verantwortung und Wirtschaftlichkeit miteinander zu vereinen. Des Weiteren ging er auf die Insolvenz- und Krisenfestigkeit von Genossenschaften ein und lobte die langfristige Ausrichtung in ihrem Tun.

Ein weiterer Redner fand sich in Dr. Eckhard Ott, Vorstandsvorsitzender des DGRV. Vor den rund 300 hochrangigen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft ging er auf konkrete Zahlen ein. Mit 20 Millionen Mitgliedern macht die genossenschaftliche Gruppe beinahe 25 Prozent der Bevölkerung Deutschlands aus. Alleine in den letzten drei Jahren wurden 650 neue Genossenschaften gegründet. Er betonte die Verantwortung der Genossenschaften dabei, gesellschaftliche Aufgaben, wie die flächendeckende Gesundheitsversorgung oder kommunales Engagement, zu bewältigen.

Axel Gedaschko, Dr. Philipp Rösler, Dr. Eckhard Ott (v.l.n.r.)

Der Präsident des GdW, Axel Gedaschko, ging auf die nachhaltige Wirtschaftsweise von Genossenschaften ein. Der Aufbau von genossen-schaftlichen Strukturen in benachteiligten Ländern wird innerhalb der Entwicklungszusammenarbeit der Bundesregierung gefördert, um die globale Armut zu bekämpfen und den Frieden zu sichern.

Weitere Informationen über das Internationale Jahr der Genossenschaften finden Sie hier.   

Bilder: www.genossenschaften.de

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