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Wenn Mikrofinanzierung zu Heilung führt: Verbindung von Landwirtschaft und Gesundheit im Senegal

Die Weltgesundheitsorganisation Afrika berichtet im Artikel „When microfinance leads to major healing: Bridging agriculture and health in Senegal“ von den positiven Auswirkungen der Mikrofinanzierung auf die Gesundheitsversorgung der Menschen im Senegal.

In ländlichen Gemeinschaften Senegals, in denen der Lebensstandard niedrig ist, nehmen die Menschen kaum Gesundheitsleistungen in Anspruch. Ein Hauptgrund ist, dass die Kosten für die Behandlung und die Medikamente für die meisten Menschen zu hoch sind. Die Senegalische Agentur für allgemeine Gesundheitsversorgung geht dieser Situation entgegen, indem sie kommunale Sparkooperativen fördert, die mit Versicherungsgesellschaften zusammenarbeitet. Das Konzept zielt auf Menschen ab, die häufig eine medizinische Grundversorgung benötigen, diese aufgrund der Kosten jedoch nicht in Anspruch nehmen können.

In der Region Kaffrine gibt es 109 solcher Sparkooperativen, darunter die Naikhene Frauenspargemeinschaft, die im August 2018 gegründet wurde und mittlerweile auf 250 Mitglieder, die in der Landwirtschaft tätig sind, angewachsen ist. Durch die Zusammenarbeit beim Anbau und Verkauf von Nutzpflanzen können die Frauen neue Märkte mit größerem Volumen erschließen und so mehr Einkommen aus der Landwirtschaft generieren. Die Mitgliedschaft bei der Kooperative ermöglicht es den Frauen auch eine Krankenversicherung abzuschließen, die bis zu 80% aller Gesundheitsleistungen für die Frauen selbst und deren Familien deckt. Der Versicherungsschutz kostet jede Frau 3500 FCFA (US$6) pro Jahr. Die Frauen haben das ganze Jahr Zeit, um den Betrag zu begleichen und können auch in Raten zahlen. 

Das Programm, so Mouhame Habib Cisse' Sot, Präsident der Versicherungsgesellschaft Mutual Bokk Fadj Kathiock, ermögliche es den Menschen, einkommensschaffende Aktivitäten durchzuführen und sich nicht zu verschulden, um medizinische Versorgung in Anspruch nehmen zu können. 

 

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