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Bangladeschs Erfolgsgeschichte in der Mikrofinanzwelt

Unter dem Titel „Was kann Indien von den Mikrofinanzinstitutionen Bangladeschs lernen?“ berichtet das indische Wirtschaftsmagazin Business Today über die bemerkenswerten Verbesserungen des sozialen und wirtschaftlichen Status der armen Landbevölkerung Bangladeschs durch Mikrokredite. Eine 2014 veröffentlichen Studie der Weltbank, die die langfristigen Auswirkungen von Mikrokrediten untersuchte, kam zu dem Schluss, dass Mikrokredite ländlichen Haushalten in Bangladesch geholfen haben, mehr zu verdienen und mehr zu konsumieren. Dadurch wurde die extreme Armut in Bangladesch im Jahrzehnt zwischen 2000 und 2010 um mehr als 10% verringert. 

Vor allem die Grameen Bank und BRAC waren an den in den 1970er Jahren beginnend Mikrofinanzoperationen in Bangladesch beteiligt. Der Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus setzte seine Ideen zur Mikrofinanz erfolgreich in seinem Heimatland um. Es gelang ihm mit Hilfe der von ihm gegründeten Grameen Bank, ein selbsttragendes System der Kreditvergabe und -aufnahme ohne Sicherheiten und mit minimalem Ausfallrisiko aufzubauen. Konzentriert wurde sich dabei vor allem auf die Kreditvergabe an Frauen in den ländlichen Regionen. Mehr als 75% der Mikrofinanzinstitutionen waren dabei an sozialen Entwicklungsprogrammen mit Schwerpunkt auf Bildung, Gesundheitsversorgung, Wasser und Abwasser, Frauenförderung und (wirtschaftlicher) Entwicklung beteiligt. Gleichzeitig finanzierte und gründete er sowohl gewinnorientierte als auch gemeinnützige Unternehmen und trug damit maßgeblich zur Umstrukturierung der bangladeschischen Wirtschaft bei. 

Bei der Frage danach, weshalb eine solche Transformation trotz der großen Präsenz von Mikrofinanzinstitutionen in Indien nicht gelungen ist, hebt Prof. Nisha Taneja vom ICRIER die gute Vernetzung der Mikrofinanzinstitutionen in Bangladesch hervor und, wie sie das Vertrauen der Menschen gewonnen haben. In Indien sei ein solcher Erfolg mit der richtigen Vision und dem Engagement auch möglich. 

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