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BlueOrchard über die Covid-19-Widerstandsfähigkeit von Microfinanzierung

Der Artikel „BlueOrchard über die Covid-19-Widerstandsfähigkeit von Micro Finance” wurde am 22. September 2020 bei Institutional Money , einem Fachmagazin für institutionelle Investoren, veröffentlicht. Der Artikel stellt die aktuellen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Mikrofinanzinstitute dar und bespricht mögliche Ansätze, um die herausfordernde Zeit zu meistern.

Der Lead Portfoliomanager des BlueOrchard Microfinance Fund, Sébastien Juhen, weist darauf hin, dass trotz der negativen Auswirkung der Corona-Pandemie auf die volkswirtschaftlichen Aussichten zu erkennen ist, dass viele Mikrofinanzinstitute die Krise besser überstanden haben als erwartet wurde. Hierzu erklärt Sébastien Juhen: „Trotz eines herausfordernden zweiten Quartals lockern viele Schwellenländer die Kontaktbeschränkungen und nehmen ihre wirtschaftliche Aktivität wieder auf.“

In diesem Zusammenhang fügt er jedoch an, dass sich deutliche Unterschiede in den jeweiligen Kontinenten erkennen lassen. Vielen asiatischen Märkten geht es trotz der Beeinträchtigungen durch die Pandemie weiterhin gut, da wirtschaftliche Aktivitäten teils oder vollständig wiederaufgenommen wurden. Mikrofinanzinvestoren können, so Juhen, dort ihre Auszahlungen wiederaufnehmen, wo die Menschen zu ihrer Arbeit zurückkehren und sich die Wirtschaft trotz Beschränkungen erholt, wie unter anderem in Indien und Myanmar.

Anders hingegen ist die Situation in Lateinamerika, erklärt Juhen. In weiten Teilen gelten nach wie vor strenge Kontaktbeschränkungen, da die Region derzeit sehr hohe Fallzahlen aufweist und daher mit erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen konfrontiert ist. Juhen weist jedoch auch darauf hin, dass sich in der Vergangenheit die Märkte als widerstandsfähig erwiesen haben.

Der Lead Portfoliomanager des BlueOrchard Microfinance Fund schlägt den Ansatz vor, als Mikrofinanzinvestoren agil zu bleiben, um die herausfordernden Zeiten gut zu überstehen. Hierbei meint er, dass sie sich auf Institutionen konzentrieren sollen, die dazu in der Lage sind, dennoch den Impact zu maximieren. Hierbei sollen vor allem qualitativ hochwertige Unternehmen gefördert werden, die ein langfristig strukturelles Wachstumspotenzial haben und aus der Krise gestärkt hervorgehen können. Außerdem sollen Investoren trotz der noch geltenden Reisebeschränkungen einen alternativen Mechanismus für die Durchführung von Sorgfaltsprüfungen entwickeln, um auch künftig Investitionsmöglichkeiten identifizieren zu können.

Trotz der Stabilisierung und dem Wiedereinsetzen wirtschaftlicher Aktivität in vielen Märkten ist die Situation immer noch unbeständig. "Deshalb müssen Mikrofinanzinvestoren die Situation in den jeweiligen Regionen genau beobachten und eng mit ihren Investitionsnehmern zusammenarbeiten, um deren Bedürfnisse zu erkennen und diese adäquat zu unterstützen", erklärt Juhen abschließend.

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