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Eine Milliarde für soziale Investitionen: die niederländische Genossenschaft Oikocredit verzeichnet 2015 eine Rekordbilanz

In einer aktuellen Pressemitteilung Beitrag berichtet Oikocredit, dass die Genossenschaft im Jahr 2015 ihr 40-jähriges Jubiläum feierte und dieses nun mit der Rekordbilanzsumme von einer Milliarde Euro abschließen konnte. Im Vergleich zum Vorjahr macht das eine Erhöhung von 23 Prozent der Finanzierungen in Schwellen- und Entwicklungsländern aus. Insgesamt vergab die Genossenschaft Kredite in 69 verschiedenen Ländern an 809 Partnerorganisationen im Wert von 900,2 Millionen Euro. Mit den Investitionen im landwirtschaftlichen Bereich, sollen kleine und mittlere Unternehmen und Genossenschaften mit sozialer und ökologischer Orientierung gefördert werden. Verstärkt setzt sich Oikocredit auch für den Ausbau von erneuerbaren Energien ein, um eine nachhaltige Entwicklung voranzutreiben.
Dies wird alles durch die zahlreichen Anleger bei Oikocredit ermöglicht. Dabei ist die Hälfte der Anlagen aus Deutschland und diese allein sind im letzten Jahr um 14 Prozent auf insgesamt 400 Millionen Euro angestiegen. Obwohl Oikocredit soziale und nachhaltige Projekte finanziert und fördert, schafft es die Genossenschaft im Durchschnitt 2 Prozent Dividende auszuzahlen.

Großer Finanzierungsbedarf in Afrika

Soziale Kriterien stehen bei der Auswahl der Partnerorganisationen immer im Vordergrund. Oikocredit setzte dabei 18 Prozent des Portfolios in Afrika ein, wo die finanziellen Mittel dringend nötig sind, sich aber viele Investoren zurückhalten.  Laut  Bart van Eyk, dem Direktor für Kapitalbeteiligungen und Business Development bei Oikocredit, steigt der Bedarf an Investitionen in der Landwirtschaft und im Finanzsektor wegen des hohen Bevölkerungswachstums besonders stark an. Außerdem muss dringend an dem Umstand etwas geändert werden, dass ein Großteil der Bevölkerung noch immer keinen Zugang zu formellen Finanzdienstleistungen hat.

Mehr als nur Finanzierung

Die Förderung von Oikocredit besteht nicht nur darin, Darlehen und Beteiligungen zu ermöglichen, sondern auch Schulungen und Weiterbildungen  durch die Partnerorganisationen zu finanzieren. Im vergangenen Jahr wurden 1,7 Millionen Euro dafür bereitgestellt, dass Kleinbauern- und Unternehmer beim Erlernen von Finanz- und Geschäftsführung praktische Unterstützung erhielten.

Ziele für die Zukunft?

Bis zum Jahre 2020 möchte Oikocredit die Finanzhilfen für Afrika  um das Doppelte aufstocken. Dabei soll vor allem ein großer Teil in den Ausbau von erneuerbaren Energien fließen, um einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten.
 

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