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Finanzielle Inklusion in Sambia: Wie Politik in die Tat umgesetzt werden kann

Weltweit gibt es immer noch verschiedene Einschränkungen und Barrieren, die Frauen den Zugriff auf formelle Finanzdienstleistungen verwehren. Wie der Artikel der CGAP feststellt, sind es in Afrika über 70% der Frauen, welche finanziell exkludiert sind – es bleibt eine anhaltende Kluft zwischen Männern und Frauen, wenn es um Finanzielle Inklusion geht.

Empfehlungen für finanzielle Inklusion von Frauen

Wie der Zugang für Frauen zu Finanzdienstleistungen gefördert werden kann, überlegten verschiedenen Organisationen, die im Bereich der Finanziellen Inklusion tätig sind, und veröffentlichten  ein Kurzdossier zu diesem Thema. Dieses Dossier hebt unter anderem acht Empfehlungen hervor:

  1. Höheres Bewusstsein von Entscheidungsträgern und anderen Akteuren im Hinblick auf finanzielle Bedürfnisse von Frauen
  2. Entfernung von diskriminierenden gesetzlichen Bestimmungen und Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen, um Raum für Innovation für Frauen zur finanziellen Eingliederung zu ermöglichen
  3. Ein Verbraucherschutz, der sich an die Anliegen und Probleme von Frauen als Kunden richtet
  4. Programme für Frauen, mit dem Ziel der Befähigung zu informierten und aufgeklärten Verbrauchern
  5. Investition in umfangreiche, nach Geschlechtern aufgeschlüsselte Datensammlung und –analyse, sowie Politikforschung und Marktforschung
  6. Aufbauen einer öffentlichen Finanzinfrastruktur
  7. Die Kraft der weiblichen Führung zu nutzen um Politikwechsel, eine stabilere Regierung und Finanzmanagement voranzutreiben
  8. Mehr Finanzierung für von Frauen geführten KMUs und Kleinlandwirtinnen

Sambia geht als Beispiel voran

Wie diese theoretischen Empfehlungen in die Tat umgesetzt werden können, lässt sich an dem Beispiel Sambia verfolgen. Wie so oft braucht es einen Vorreiter, um revolutionäre Ideen voranzubringen. Frau Dr. Tukiya Kankasa-Mabula, Vizepräsidentin der Bank of Zambia (BoZ), hat sich verpflichtet, den Zugang zu Finanzdienstleistungen für Frauen zu verbessern. Hierfür initiierte sie einen dialogischen Prozess aller betroffenen nationalen Akteure. Kundendienste der Banken wurden umgestellt, sodass auch Frauen, die nicht alle benötigten offiziellen Dokumente vorweisen können, ein Konto eröffnen konnten. Geschlechtsspezifische Daten wurden erhoben, eine „financial education cooperation unit“ und Partnerschaften mit privaten Banken, um von Frauen geführten KMUs zu unterstützen, wurden aufgebaut.

Die letzte FinScope Untersuchung belegte einen Rückgang der Kluft zwischen Frauen und Männern in Bezug auf finanziellen Zugang, sowie ein generelles Wachstum der Finanziellen Inklusion. Der Fall Sambia zeigt also, wie diese Politikempfehlungen erfolgreich in der Praxis angewendet werden können. Deutlich wird auch, dass der Wegbereiter eine wichtige Rolle spielt, um die richtigen Verbindungen und Partnerschaften bei der Initiierung eines nationalen Prozess aufzustellen.
 

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