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Fusion von IndusInd Bank und Bharat Financial Inclusion

Laut The Economic Times ist die Fusion zwischen der in Indien ansässigen Bank IndusInd und dem Mikrofinanzinstitut Bharat Financial Inclusion (BFIL) seit dem 04.07.2019 abgeschlossen. IndusInd, die vor allem für ihre kommerziellen und persönlichen Bankdienstleistungen bekannt sind, übernehmen ab sofort die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der BFIL. Das Mikrofinanzinstitut, welches früher als SKS Microfinance bekannt war, wird nun als hundertprozentige Tochtergesellschaft der IndusInd Bank gehandhabt. Dadurch kann die Geschäftstätigkeit von BFIL wie gewohnt weiterlaufen.

Durch diese strukturelle Umstellung kann IndusInd seine Reichweite vor allem bei ländlichen Kunden erhöhen, da rund 75 bis 80 Prozent des Kreditportfolios von BFIL in ländlichen Gebieten eingesetzt werden. BFIL meldete im März 2018 eine Darlehensinsgesamtvergabe in Höhe von 77 Mrd. Indischen Rupien (INR). Dies entspricht einer Höhe von 1,1 Mrd. US Dollar (USD). Im selben Monat wies das Mikrofinanzinstitut eine Bilanzsumme von 115 Mrd. INR (1,7 Mrd. USD) aus und bediente 7,2 Mio. Kunden.

BFIL wurde 1998 gegründet, 2009 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und im Jahr 2010 an die Börse gebracht. Seitdem hat sie sich diversifiziert und bietet Goldkredite und Mikroversicherungsdienstleistungen an, akzeptiert dabei jedoch keine Einlagen. Das Besondere an den BFIL-Darlehen ist, dass sie nur an Frauen vergeben werden. Die Darlehen bewegen sich in einer Größenordnung von 1.799 INR (ca. 26 USD) bis 49.585 INR (ca. 722 USD) und sind mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren verbunden. Zweiunddreißig Prozent der Kundinnen des Mikrofinanzinstituts nutzen ihre Kredite zum Kauf von Nutztieren. Dadurch, dass nur Frauen ein Darlehen erhalten, werden speziell sie in ihren wirtschaftlichen Aktivitäten gefördert.

IndusInd wurde 1994 gegründet und hat seinen Hauptsitz in der Stadt Mumbai. Das Unternehmen gehört dem in Mumbai ansässigen Mischkonzern Hinduja Group an. Seit März 2018 haben sie über rund 1.400 Niederlassungen im Land sowie Repräsentanzen in London, England, und Dubai. Im selben Monat wies IndusInd eine Bilanzsumme von 2,2 Billionen INR (32 Milliarden USD), Einlagen von 1,5 Billionen INR (22 Milliarden USD) und ausstehende Kredite von 1,4 Billionen INR (20 Milliarden USD) auf. Für den 12-Monatszeitraum wies sie eine Eigenkapitalrendite von 16,5 Prozent und eine Gesamtkapitalrendite von 1,90 Prozent aus. Nach dem Zusammenschluss verfügt IndusInd über rund 3.600 Bankstellen (Geldautomaten ausgenommen), die mehr als 16,8 Millionen Kunden bedienen. Mit dieser Fusion haben noch mehr Menschen in der indischen Bevölkerung einen Zugang zu Zahlungsmitteln und die Armutsbekämpfung kann damit weiter aktiv vorangetrieben werden.

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