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Vier große Gefahren auf dem Weg zur finanziellen Inklusion in China

Die ganze Welt blickt auf China. Die unaufhaltsam wachsende Wirtschaft und die ständigen Schwankungen im Finanzsektor des Landes haben schon lange großen Einfluss auf die globale Geschäftswelt. Doch an China gibt es auch dunkle Seiten wie Armut und Hunger. Laut eines Blogbeitrags vom Center for Financial Inclusion leben 400 bis 500 Millionen der derzeit 1,3 Milliarden Chinesen mit nur zwei Dollar pro Tag. Noch mehr Menschen haben keinen oder nur begrenzten Zugang zu wichtigen Finanzdienstleistungen.

Mitte des letzten Monats veröffentlichte PlaNet Finance zusammen mit der Credit Suisse Microfinance Capacity Building Initiative im Rahmen vom gemeinsamen Microfinance Robust Program den Forschungsreport „Emerging Risks on China’s Path Towards Financial Inclusion“.

Der Mikrofinanzsektor in China

Finanzielle Inklusion in China kann Armut reduzieren, doch es müssen einige Gefahren überwunden werden.

Laut dem Report spielt der Mikrofinanzsektor in China eine bedeutende Rolle zum Erreichen der finanziellen Inklusion. Mikrofinanz wurde in China erst Ende der 1990er ausprobiert, viel später als in anderen Ländern. Mithilfe von Regulationen wächst der Sektor seitdem jedoch unaufhörlich. Mittlerweile gibt es in dem Land schon mehr als 6000 Mikrokreditunter-nehmen. Nur 25 Prozent davon sind jedoch älter als drei und nur 50 Prozent älter als zwei Jahre.

Auf dem Weg zur finanziellen Inklusion in China identifiziert der Report von PlaNet Finance vier wichtige Gefahren:

1. Risikomanagement

Viele Mikrokreditinstitutionen in China konzentrieren sich nur auf Kreditrisiken, also auf den Ausfall von Rückzahlungen. Führungsrisiken, Operationsrisiken, IT-Systemrisiken, Liquiditätsrisiken (Schwierigkeiten, sich benötigte Zahlungsmittel anzueignen), oder externe Risiken werden oftmals ignoriert oder zu wenig thematisiert.

2. Finanzielle Mittel

Viele Institutionen haben unzureichenden Zugang zu finanzieller Förderung. Aus diesem Grund können sie oftmals ihre Operationen nicht weiter optimieren.

3. Schnelle Unternehmensausweitung

Ein gängiges Problem für Finanzinstitutionen ist die Geschwindigkeit, mit der sie sich ausdehnen. Oft schaffen es die Unternehmen nicht, Standarisierung und Kontrolle aufrecht zu erhalten, was besondere Gefahren im Bereich Risikomanagement und Operationsoptimierung mit sich zieht.

4. Wachsendes Ausmaß von Kreditvergaben

In manchen ländlichen Gebieten wächst die Zahl der Kreditvergaben so schnell, das Sorgen über Risiken wie Marktüberfüllung, Überschuldung und unzureichenden Klientenschutz entstehen.

An diesen Risiken müssen die (Mikro-)Finanzinstitutionen in China zukünftig arbeiten, um die Mission der finanziellen Inklusion optimal und klientengerecht zu erfüllen.

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