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Häuserbau durch Mikrokredite

Bei dem neunten „Convergences World Forum“ vom 5. bis 7. September in Paris wurde das Thema „Mikrofinanzierung von Hausbau“ diskutiert. Die European Microfinance Platform hat vor kurzem einen Artikel von Gabriela Erice zu diesem Thema veröffentlicht.

Nur zwei Prozent der Mikrofinanzinstitutionen, so die Autorin, bieten Mikrokredite zur Finanzierung von Häuserbau an. Jedoch wird die finanzielle Unterstützung in diesem Bereich in Entwicklungsländern dringend benötigt. Denn bis 2030 hat sich nach Prognosen der Hilfsorganisation „Habitat for Humanity“ die Anzahl der Menschen, die auf der Suche nach einer sicheren Unterkunft sind, mehr als verdoppelt – sie steige von aktuell 1,2 Billionen auf 3 Billionen.


Allerdings ist der Erfolg dieser Art der Mikrofinanz auch von anderen komplexen Faktoren abhängig. So können manche Klienten nicht lesen und schreiben, es besteht ein Wechselkursrisiko und auch die langfristige Finanzierung stellt, sowohl für die Klienten als auch für die Mikrofinanzinstitutionen, eine Herausforderung dar.


Die aktuelle Schwierigkeit liegt darin, dass Menschen in Entwicklungsländern ein sicheres Einkommen und ein registriertes Grundstück vorweisen müssen, wenn sie eine Hypothek aufnehmen wollen – Voraussetzungen, die oftmals nicht zu erfüllen sind. Außerdem soll durch eine IFC Studie in Indien belegt worden sein, dass 82 Prozent der Haushalte über genügend Einkommen verfügen, um einen Mikrokredit zurück zu zahlen, obwohl sie nicht die Berechtigung haben, eine Hypothek aufzunehmen.


Insgesamt stehe der Mikrofinanzsektor vor der großen Herausforderung, langfristige Kredite für den Hausbau anzubieten, da bei längerer Laufzeit, aufgrund von Wechselkursraten und Rückzahlung der Klienten, auch das Risiko höher ist.

 

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