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Oikocredit veröffentlicht Wirkungsbericht zum Internationalen Tag der Genossenschaften

Am morgigen 7. Juli 2012 ist der Internationale Tag der Genossenschaften. Mit diesem Tag würdigen die Vereinten Nationen bereits seit 1992 den Beitrag der Genossenschaften zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung. Weltweit schaffen Genossenschaften über 100 Millionen Arbeitsplätze und zeigen zudem, „dass es möglich ist, wirtschaftliches Handeln und soziale Verantwortung zu verbinden“, so UN-Generalsekretär Ban Ki-moon. Genossenschaften bekommen besondere Aufmerksamkeit durch das diesjährige UN-Jahr der Genossenschaften, durch welches deren Arbeit gefördert und das Konzept weltweit noch bekannter gemacht werden soll. Auch hinsichtlich der Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen, spielen Genossenschaften eine wichtige Rolle, um Armut und Hunger zu überwinden.

Oikocredit: Genossenschaftliche Entwicklungshilfe

Eine Genossenschaft, die sich seit 40 Jahren für eine soziale und nachhaltige Entwicklung einsetzt, ist MikrofinanzWiki-Förderer Oikocredit. Seit 1975 ermöglicht sie unternehmerisch tätigen Menschen in Entwicklungsländern einen Zugang zu Finanzdienstleistungen und dadurch die Chance, Armut aus eigener Kraft zu überwinden.

Das Geld für die Kredite und Darlehen stammt hierbei vornehmlich von privaten Anlegern, größtenteils aus Deutschland, die beabsichtigen, ihr Geld sozial verantwortlich anzulegen. Aber auch Kirchen und Kommunen haben bei Oikocredit investiert und mit Hilfe der genossenschaftlichen Mitbestimmungsstruktur wird Kontrolle und Transparenz garantiert.

Mikrokredite für soziale Entwicklung

Das Geld der Kreditgeber hilft hierbei, Jobs zu schaffen und die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. „Die Rendite beträgt in der Regel zwei Prozent. Es geht unseren Anlegern nicht um maximale Profite, sondern um langfristige soziale Wirksamkeit“, so Florian Grohs, Geschäftsführer von Oikocredit Deutschland. Kreditnehmer sind beispielsweise Genossenschaften von Kleinbauern oder Markthändlerinnen. Aber auch Mikrofinanzinstitute in Entwicklungsländern finanzieren sich mit Hilfe von Oikocredit. Auf diesem Weg leistet das Geld der Anleger bei über 1,5 Millionen Mikrofinanz-Kunden – zu einem großen Teil Frauen – Hilfe zur Selbsthilfe.

Wirksamkeit von Mikrokrediten

Um sicher zu gehen, dass das Geld auch den gewünschten Effekt erzielt, prüft Oikocredit immer wieder systematisch, ob die Investitionen tatsächlich die erhofften sozialen Wirkungen entwickeln – ob zum Beispiel Mikrokredite wirklich ihre Ziele erreichen. Im gerade vorgestellten „Bericht zum sozialen Wirkungsmanagement 2011“ legt Oikocredit darüber Rechenschaft ab: Vor einer Kreditvergabe prüfen Oikocredit-Fachleute die soziale Leistungsfähigkeit, die Umweltverträglichkeit und die verantwortungsvolle Unternehmensführung der Partnerorganisationen. Wo die soziale Wirksamkeit verbessert werden kann, werden den Partnerorganisationen Beratung und Schulungen angeboten.

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