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Im Interview: Matthias Lehnert, Geschäftsführer von Oikocredit

Matthias Lehnert, seines Zeichens Geschäftsführer des Kreditinstitutes Oikocredit, gibt im Interview mit dem grünen Nachhaltigkeitsmagazin LifeVERDE interessante Einblicke in die Struktur und die Arbeitsweise des Institutes.
So berichtet er, dass der Gründungsimpuls Anfang der 70er Jahre auf die wachsende öffentliche Kritik, an den Investitionen kommerzieller Banken in Kriegs- und Krisengebiete, zurückzuführen ist. Diese vergaben Geld, ohne jegliche Moral und Ethik, an Waffenhersteller oder machten Geschäfte mit kriegstreibenden Regimen. Das schreckte auch viele Anleger zunehmend ab. Besonders Kirchen suchten nach alternativen Anlagemöglichkeiten und so entstand 1975 aus dieser Idee Oikocredit. Das soziale Kreditinstitut möchte Veränderung anstoßen und mit „Investitionen in Entwicklungs- und Schwellenländern Werte wie Teilen und Solidarität fördern.“
Schnell nach der Gründung hat sich Oikocredit dann auch für private Anleger geöffnet und vergibt heute in 70 Schwellen- und Entwicklungsländern Darlehen an Mikrofinanzinstitute, Genossenschaften und mittelständische Unternehmen - in Höhe von bis zu 10 Millionen - so werden Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig gestärkt und gefördert.
Dem Institut ist es auch wichtig, Kredite nur nach bestimmten Kriterien zu vergeben. So wird einerseits darauf geachtet, dass es eine ökonomische Relevanz gib, das der Kreditnehmer das Darlehen also ernsthaft braucht und sinnvoll nutzen kann und zum anderen wird darauf geachtet, dass auch die soziale und ökologische Performance des Unternehmens stimmt. Hierzu zählt beispielsweise, dass der Geschäftsführer nur verhältnismäßig mehr verdienen darf als seine Arbeiter.
So versucht Oikocredit zu gewährleisten, dass Umwelt, Umfeld, Wirtschaft und Anleger von dem  Geschäft profitieren können. Das beeindruckende Beispiel eines ägyptischen Unternehmens, das mit Hilfe des Kredites zu einem wichtigen regionalen Arbeitgeber wurde, liefert Lehnert ebenfalls noch.
 

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