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Bessere Kontrolle der MFIs in Simbabwe

In Simbabwe wurde ein neues Gesetz zur besseren Überwachung und Kontrolle des dortigen Mikrofinanzsektors erlassen. Damit sollen künftig skrupellose Mikrofinanzinstitute (MFIs), die mit unlauteren Methoden gegen ihre Klienten vorgehen, verhindert werden. Da in Simbabwe der Grad an Finanzanalphabetismus sehr hoch ist, bietet sich dort guter Nährboden für eben solche Negativbeispiele, mit der Folge von Wucherzinsen und schlechter Behandlung der Kreditnehmer. Das neue Gesetz soll dies verhindern und stellt außerdem eine Ergänzung zu früheren Gesetzen zur Regulierung der Banken und des Zinssatzes dar.
 

5 Millionen Mindestkapitalanforderungen für Mikrofinanzinstitute

Dem neuen Gesetz zur Folge dürfen nur registrierte und lizenzierte MFIs Mikrofinanzgeschäfte durchführen. Diese sollten sich durch ihr Eigenkapital selbst finanzieren können und in der Lage sein faire Zinsen anzubieten. In dem Zusammenhang plant die Zentralbank von Simbabwe (RBZ) die Mindestkapitalanforderungen für MFIs auf 5 Millionen USD anzuheben, ebenfalls zum Schutz der Klienten. Das bedeutet, dass die Bank – oder das Institut – einen Eigenkapitalanteil von mindestens 5 Millionen USD vorrätig haben muss. Godfrey Chitambo – der Leiter des Zusammenschlusses von Mikrofinanzinstituten in Zimbabwe (Zamfi) – hält diese Erhöhung für sinnvoll, in Bezug auf die natürlichen Eigenschaften der Branche und ihrem Hang zu spekulativen Geschäften. Er fügt jedoch hinzu, dass durch diese Aufstockung des Eigenkapitals der Handlungsspielraum der MFIs eingeschränkt würde. Denn die derzeitige Eigenkapitalanforderung liegt nur bei 10.000 USD und es bedeutet große Anstrengung für die MFIs diese Aufstockung zu bewältigen. Dabei sei die Zentralbank die einzige Instanz, die die Autorität habe die Mindestkapitalanforderungen festzulegen.

Abhängigkeit des Mikrofinanzsektors von Investitionen

In den 1990er Jahren gab es in Simbabwe rund 1800 MFIs, die Zahl sank aber bald aufgrund der instabilen Lage der Wirtschaft und des fehlenden Kapitals durch Investitionen. Nach mehreren Währungsreformen 2009 und mittlerweile stabileren Preisen erlebt der Mikrofinanzsektor aber nun einen Aufschwung.

Laut Zamfi stieg die Summe der ausgezahlten Kredite in den letzten Jahren rapide an, auf 30,7 Millionen USD im Jahre 2012. Dabei ist der ganze Sektor hochgradig von Investitionen abhängig, bleiben diese aus haben die MFIs kaum Möglichkeiten ihr Kreditvolumen auszuweiten. Fehlende Investitionen haben schlussendlich auch negative Auswirkungen auf die Kreditnehmer, da sich die MFIs dann gezwungen sehen ihr Geld aus Quellen zu beziehen, die höhere Zinsen verlangen und somit steigen auch die Zinsen für die Kunden. Die höheren Mindestkapitalanforderungen haben in diesem Geschäft sicherlich ihre Vorteile, jedoch ist auch der Anteil von Fremdkapital und Investitionen von großer Bedeutung für die Kreditnehmer.
 

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