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Der Fall der Mikrofinanzierung. Kann die Entwicklung der Länder des globalen Südens gefördert werden?

In dem Artikel “Can Aid Spur Development? The Case Of Microfinance” der Organization for World Peace geht es um die Stärken und Schwächen der Mikrofinanz gegenüber der Soforthilfe als Maßnahmen zur Schließung der Armutslücke zwischen dem globalen Norden und Süden. 

Dabei wird die Wichtigkeit der Soforthilfe in Katastrophenfällen herausgestellt jedoch gleichzeitig festgehalten, dass vorbeugende Mittel der Hilfe für wirtschaftlich weniger entwickelte Länder in der Regel viel effektiver seien. Die Mikrofinanzierung sei eine langfristige Lösung für arme Gemeinschaften, da sie jeder und jedem die Möglichkeit gäbe, wirtschaftliche Stärke zu erlangen. Im Gegensatz zur Nothilfe ermögliche die Mikrofinanzierung es Einzelpersonen in wirtschaftlich schwieriger Lage, in Materialien und Technologien zu investieren, die ihnen helfen würden, trotz aller Hindernisse ihre beruflichen Ziele zu erreichen.

Die Nobelpreisträgerin Esther Duflo hat in ihrem Buch Poor Economics sowohl den Nutzen als auch die Grenzen der Mikrofinanzierung untersucht und kam zu dem Schluss, dass Mikrofinanzierung für einzelne Haushalte und kleine Unternehmen transformativ sein könne, aber keine revolutionären Auswirkungen auf die gesamte Gemeinschaft zeige. Obwohl unklar sei, ob Mikrofinanz der effektivste und erfolgreichste Weg ist, um Geld zur Schließung der Armutslücke einzusetzen, hätte sie sich als hilfreich erwiesen und keine negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft wie es zum Beispiel das Spenden von Kleidung und Geld hätten.

 

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