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Wie die Mikrofinanzierung in Westafrika optimiert werden kann

Die digitale Nachrichtenplattform Born2Invest betont in dem Artikel „Microfinance institutions in West Africa have failed to eradicate poverty“ die Bedeutsamkeit der Leistungsfähigkeit von bestehenden Mikrofinanzinstitutionen in Westafrika und dem Lösen vorhandener Probleme, um weiterhin Fortschritte erzielen zu können.

Westafrika gilt als eine der ärmsten Regionen der Welt. In den meisten Ländern Westafrikas müssen mehr als 30% der Menschen mit weniger als 1,90 Dollar pro Tag leben. Das lässt auf eine ungleiche Verteilung von Reichtum und Armut schließen. Ungefähr 1% der reichsten Westafrikaner verdienen mehr als der Rest der Bevölkerung der Region zusammen.

Um dem entgegenzuwirken, gibt es bereits einige Initiativen und Mikrofinanzinstitute, die die Leistung der Länder im Bereich der Mikrofinanzierung im öffentlichen und privaten Sektor verbessern sollen. In Nigeria gibt es seit 2016 beispielsweise drei verschiedene Programme, die unter anderem Kleinbauern, Handwerker, Friseure, Lebensmittelverkäufer und Schneider unterstützen.

Trotz dieser Initiativen wurde festgestellt, dass immer noch eine große wirtschaftliche Ungleichheit in den westafrikanischen Ländern herrsche. Ein Problem sei beispielsweise, dass die vergebenen Mikrokredite zu gering sind, um reale einkommens- und arbeitsplatzschaffende Bedingungen zu erzielen. Außerdem seien die Zinssätze zu hoch und würden mögliche Kreditnehmer abschrecken, weshalb sie die Kredite auf informellem Wege erlangen. Zudem müsse unter anderem die Anzahl der Mikrofinanzinstitutionen erhöht werden, um ihre Leistungsfähigkeit in der westafrikanischen Region stärken zu können.

Dennoch habe sich die Mikrofinanz in den letzten Jahren als äußerst wirksames Instrument in dem Kampf gegen die Armut und finanzielle Ausgrenzung etabliert. Um den Menschen in der westafrikanischen Region ein gutes wirtschaftliches Leben ermöglichen zu können, müsse weiter daran gearbeitet werden die genannten Schwierigkeiten zu bewältigen.
In den vergangenen Jahren hat die Mikrofinanzierung in Westafrika bereits bedeutende Fortschritte gemacht. Besonders in den ländlichen Gebieten konnte die ärmere Bevölkerung am meisten von der Vergabe von Mikrokrediten profitieren.
 

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