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Mikrokredite sollen 2 Millionen Arbeitsplätze in Marokko schaffen

Die marokkanische Regierung plant durch die Förderung von Mikrokrediten innerhalb der nächsten zehn Jahre zwei Millionen neue Arbeitsplätze zu schaffen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Magharebia.

Muhammad Yunus' Konzept von Mikro-finanz soll Marokkos Arbeitsmarkt verändern

Schon seit 2006 sind Mikro-finanzinstitute in Marokko bei der Kreditvergabe von der Umsatz-steuer befreit. Diese Steuer-erleichterung sollte zum Ende des Kalenderjahres 2012 auslaufen, wurde aber vorzeitig bis Ende 2016 verlängert, um das Wachstum des Mikro-finanzsektors zu fördern.

Der für den Staatshaushalt zuständige Minister Idriss Azami betonte, dass die Mikrofinanz reelle Arbeitsplätze schaffe und eine wichtige Rolle im Bereich von Financial Inclusion, Armutsreduktion und der Integration der einkommensschwachen Mitglieder der Gesellschaft spiele.

Bereits bis Ende 2011 sind nach Angaben des Mohammed VI Support Center for Solidarity-based Microfinance etwa 1 Millionen Arbeitsplätze im Zusammenhang mit dem Mikrofinanzsektor entstanden, 6000 im direkten Umfeld. Dementsprechend unterstrich der Präsident der National Federation of Microcredit Associations, Tarik Sijilmassi, die Wichtigkeit die Interessen des Sektors zu schützen, da pro vergebenen Kredit im Schnitt 1,2 neue Arbeitsplätze entstünden.

Der Ökonom Mohamed Cherghouni wies jedoch daraufhin, dass begleitende Trainings- und Sensibilisierungsmaßnahmen für die Mikrounternehmer notwendig seien, um Mikroprojekte zu entwickeln.

Ähnliche Worte wählte König Mohammed VI., der sich ebenfalls für den Mikrofinanzsektor stark macht. Der Sektor müsse seinem eigentlichen Ziel treu bleiben, nämlich die Unterstützung und Finanzierung von Unternehmern in den ärmsten Gemeinden. Bei der Beurteilung finanzieller Bedürfnisse, dürfe die menschliche Dimension nicht verloren gehen.

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