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Mobile Finanzsysteme in Afrika

In der Vergangenheit wurde viel über das Potenzial der mobilen Finanzsysteme berichtet. Insbesondere in Afrika, das 53% der weltweit aktiven Konten im mobilen Geldgeschäft stellt, konnte in den letzten Jahren ein beachtliches Wachstum im mobilen Finanzsektor verzeichnet werden. Trotz dieser positiven Entwicklung merkt der Beitrag auf www.venturesafrica.com an, dass dieser Fortschritt nicht zwingend die ärmste Bevölkerungsschicht erreicht.

Beispielsweise hat M-PESA, ein System für bargeldlosen Zahlungsverkehr, zu diesem rasanten Wachstum beigetragen und genießt insbesondere in Kenia hohe Popularität. Der Geschäftsführer der Kenya’s Equity Bank John Staley erörtert allerdings, dass M-PESA nicht auf die Herausforderungen der ärmsten Bevölkerung eingeht, da M-PESA in der Regel eine Plattform für Transaktionen ab einer Höhe von 30-40 Dollar darstellt. Mit einer durchschnittlichen Transaktionshöhe von weniger als fünf Dollar wird diese Marke allerdings von der armen Bevölkerung bei weitem nicht erreicht. In diesem Kontext merkt Staley an, dass finanzielle Inklusion nicht durch die bloße Bereitstellung von Konten erreicht werden kann, sondern diese auch an die Bedürfnisse der Menschen angepasst werden müssen.

Trotz dieser Problematik zeigt die Studie 2014 Financial Access Survey (FAS) des Internationalen Währungsfond, dass die Anzahl der Transaktionen in Kenia im Zeitraum von 2007 bis 2013 um das 130-fache auf 700 Millionen gestiegen ist. Ungeachtet dieser Entwicklung sind dennoch häufig Menschen in ländlichen Gebieten Afrikas von Finanzdienstleistungen  ausgegrenzt. Da aber finanzielle Inklusion einen wichtigen Schritt aus der Armut darstellt, fordert der Geschäftsführer des National Payments System at Central Bank of Kenya, dass Finanzinstitute finanzielle Inklusion mit innovativen Methoden voranbringen sollen.

Auch der Kreditkartenanbieter Visa weiß, dass Finanzdienstleistungen noch nicht alle Menschen in Afrika erreichen. In Kooperation mit der ruandischen Regierung hat Visa daher ein Programm entwickelt, das finanzielle Inklusion fördern soll. So wird die Anzahl an Geldautomaten erhöht, ein besseres Netzwerk für Zahlungsverkehr implementiert und Finanzkompetenzen durch Schulungen und Trainingseinheiten vermittelt.

Durch das Wachstum an mobilen Finanzdienstleistungen und einer besseren Zusammenarbeit der Finanzinstitute und ihrer Partner, ist man hoffnungsvoll, finanzielle Inklusion in Afrika voranbringen zu können.

Copyright des Bildes: Opportunity International
 

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