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Neuer Gesetzesentwurf bringt große Veränderungen für digitale Finanzdienstleistungen in Uganda

Wie dieser Artikel berichtet, konnte im Januar dieses Jahres endlich der sogenannte „Financial Inclusion Act Amendment Bill“ von der Ugandischen Regierung verabschiedet werden. Mit der Unterschrift des Präsidenten wurde das zuletzt 2004 geänderte Gesetz erneuert und bietet jetzt eine Grundlage für eine Vielzahl von neuen Geschäftsmodellen. Der Artikel bietet einen kurzen Überblick über die größten Veränderungen.


Agent Banking


Als eines der letzten Länder in Ostafrika hat Uganda nun den Banken erlaubt, Vertreter im ganzen Land einzusetzen. In dem neuen Gesetzesentwurf wurde erstmals Vertreterbanking genauer definiert und dafür vorgesehene Richtlinien aufgestellt. Agent Banking ermöglicht den Geschäftsbanken Vertreter zu verwenden, die in ihrem Namen Einzahlungen entgegennehmen können, sowie auch Auszahlungen. Dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung gleicher Wettbewerbsbedingungen zwischen Banken und anderen Anbietern,  wie zum Beispiel Mobilfunknetzbetreibern, die seit langem Vertreter einsetzen, um digitale Finanzdienstleistungen anzubieten.


Islamic Banking


Nur 10 Prozent der Bevölkerung in Uganda sind muslimisch, trotzdem wurden mit der Änderung des Gesetzes auch viele Zusätze zu islamischem Banking eingefügt. So können nun Banken auch Kredite nach dem Modell des islamischem Bankings vergeben. Zu beachten hierbei ist, dass nach den Prinzipien der Scharia eine Institution, wie eine Bank, keine Zinsen von den Kreditnehmern nehmen darf. Bisher war dies nicht erlaubt in Uganda.


Sicherheiten, Funds und Versicherungen


Zusätzliche Referenzen  und Referenz-Institute werden mit dem neuen Gesetz möglich sein. So reicht in Zukunft ein Ausweis mit Bild als Sicherheit. Der Einlagensicherungsfond fusioniert mit den Einlagen der Mikroinstitute und wird den neuen Umständen angepasst. Zusätzlich wurde für den neuen Sicherheitsfond Marketing betrieben, sodass für alle Niederlassungen dasselbe gilt und jeder weiß, was das ist. Bisher hat nicht mal 1 Prozent der ugandischen Bevölkerung eine formelle Versicherung. Jetzt soll es den Vertretern erlaubt werden auch Versicherungen zu verkaufen, sodass bald auch mehr Ugander versichert sind.
 

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