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Sesame Credit - eine Innovation in China

Eigentlich verbindet man mit dem Begriff Sesame (Sesam) eine Pflanze, deren Samen in vielen Gerichten zu finden sind. Oder aber vielleicht das Tor zur Schatzkammer im Märchen „Alibaba und die 40 Räuber", das sich nur auf Zuruf „Sesam, öffne dich" öffnen lässt.

Doch nun gibt es einen „Sesame Credit“. Dieser entstand aus einer  Innovation in China. In diesem Land wächst die Lücke zwischen extrem armen und extrem reichen Menschen drastisch. Somit haben unzählige Menschen und Unternehmen keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen.

Alibaba führte den Sesame Credit ein. Dieser dient als Möglichkeit für Menschen und Unternehmen, die in China als nicht Kreditwürdig gewertet werden, über die angelegte Datenbank einen Kredit zu erhalten und Finanzdienstleistungen beziehen zu können.

Center for financial Inclusion; Jens Schott Knudsen via Flickr

Die Innovation erwies sich als besonders erfolgreich, jedoch führt eine Erfolgsgeschichte auch immer Probleme und Herausforderungen herbei.  Der Sesame Credit  ist an die Digitalisierung gebunden. Das heißt, dass man den Kredit nur über Computer oder Smartphone verwalten kann. Da ein großer Teil der Bevölkerung in China immer noch ohne diese technischen Hilfsmittel lebt, ist diese innovative Finanzdienstleistung für viele nicht nutzbar. Der Sesame Credit  greift auf eine eigene Datenbank zurück, die Informationen über die einzelnen Personen gibt, die einen Kredit beantragen. Es wird jedoch kritisiert, dass diese Vorgehensweise nicht transparent gestaltet ist und somit nicht deutlich wird, mit welchen Kriterien der Finanzdienstleister arbeitet. Zudem ist das Risiko, dass die Kredite nicht zurückgezahlt werden, bei solchen sozialen Finanzdienstleistungen immer erhöht.

Trotz all dem ist der Sesame Credit ein interessanter Ansatz, der sich in China weiterentwickelt. Mehr Informationen finden Sie hier.

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