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Pakistan: Mikroversicherungen – Die Entfesselung des Marktes

Blogartikel von Microfinance Africa

Mikrofinanzierung ist auch für ein Land wie Pakistan, in dem der Hauptteil der Bevölkerung aus Haushalten mit Niedrigeinkommen besteht, ein sinnvolles Instrument, um Armut zu bekämpfen. Dennoch bleibt das Angebot oft ungenutzt und benötigt Förderung, so ein Blogartikel von Microfinance Africa.

Die Beobachtungen der kürzlich erschienenen Studie des Insurance Industry Reform Committee (IIRC) scheinen eindeutig. „Der Mikrofinanzmarkt in Pakistan ist unterentwickelt und es gibt kein nationales Versicherungsprogramm im mikroökonomischen Bereich“, merkt der Autor an. Katastrophen, wie zum Beispiel Überschwemmungen, Erdbeben oder große Brände, erschüttern das Leben vieler Millionen benachteiligter Menschen und beeinträchtigen deren Lebensgrundlage und Familien negativ. In diesen Fällen ist die Regierung dazu verpflichtet die Verluste auszugleichen, die den Betroffenen durch die Unglücke entstanden sind. Der Autor stellt die Frage, ob es nicht sinnvoll wäre, wenn die Regierung eine Möglichkeit schaffen würde, die Verluste versichern zu können, getragen durch die Versicherten.

Auf jeden Fall übersteigt der Bedarf an Mikroversicherungen in Pakistan den Bedarf an Mikrokrediten. Denn selbst wenn eine Familie mit Niedrigeinkommen keine finanziellen Nöte empfindet, hat sie vermutlich das Bedürfnis nach Absicherung durch eine Lebens- oder Krankenversicherung. Die Versicherungsanbieter, Aufsichtsbehörden und Regierung hätten laut der Studie eine kollektive Verantwortung den Mikrofinanzsektor aufzuwerten. Für Pakistan sei es eher eine Notwendigkeit, als eine Frage der Wahl. Sei es durch die Einrichtung eines speziellen Mikrofinanzinstitutes der Regierung oder durch die Abdeckung von Mikroversicherungen durch bereits bestehende Versicherungsanbieter, es geht darum aktiv zu werden.

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