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Politische Risiken halten Mikrofinanz CEO´s in der Nacht wach

Der Center for Financial Inclusion Blog berichtet über die diesjährige Konferenz des Microfinance Network (MFN) und spricht Problematiken an, die die Mikrofinanzinstitute aufgrund politischer Gewalt oder Naturkatastrophen haben. Das MFN, als ein globales Netzwerk von Mikrofinanzinstitute, ist für umfangreichen Informationsaustausch zwischen den Teilnehmern bekannt.

Krisen in Ländern wie Ägypten, Uganda, Nigeria, Armenien, Mexiko, Haiti und Bangladesch haben immer wieder dafür gesorgt, dass lokale Mikrofinanzinstitute ihren Service nicht oder nur eingeschränkt anbieten konnten. Ganz aktuell sollen beispielsweise die Mikrofinanzinstitute Al Majmoua im Libanon und Tamweelcom in Jordanien große Probleme haben, die Vielzahl der syrischen Flüchtlinge fachgerecht bedienen zu können. Um allgemein besser in der Lage zu sein schnell auf Krisen zu reagieren,  haben Mikrofinanzinstitute Maßnahmenprotokolle entwickelt. Da jede Situation allerdings eine dynamische Anpassung an die neuen Gegebenheiten erfordert, ist es schwierig länderübergreifende Maßnahmen zu definieren.

Eine weitere Problematik ist, dass sich zahlreiche Mikrofinanzinstitute von der Politik diskriminiert fühlen. Aus Sicht der Mikrofinanzinstitute werden politische Maßnahmen und Gesetze oft nur umgesetzt, um Sympathie und Stimmen der armen Bevölkerung gewinnen zu können. Aufgrund dessen kommt es allerdings häufig zu Überregulierung der Finanzinstitute oder zu unfair verteilten Subventionen, da in der Regel hauptsächlich Großbanken von diesen profitieren.

In Ägypten beispielsweise soll ein Gesetz eingeführt werden, dass die Rolle der Mikrofinanzinstitute als Katalysator für finanzielle Inklusion außeracht lässt, aber restriktivere Vorgaben über die Kreditvergabe beabsichtigt. Auch sieht das Gesetz vor, dass das Leistungsangebot der Mikrofinanzinstitute keine finanzielle Unterstützung für den Wohnungsbau umfasst und daher keine Kredite in diesem Segment vergeben werden dürfen. Ähnliche Regularien zeichnen sich in den Ländern Jordanien, Armenien und Libanon ab.
 

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