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Ruanda: Innovative Mikroversicherung für Ernte wird eingeführt

„Kilimo Salama“, zu Deutsch „Sicheres Landwirtschaften“, ist der Name einer innovativen Ernteversicherung, welche kürzlich in Ruanda ein- geführt wurde. Diese sieht vor, die Ernte von  20 000 Mais- und Bohnen- bauern im Süden und Westen des Landes gegen Umweltschäden zu versichern. Angesichts der enormen Anfälligkeit vieler Landwirte für Dürreperioden, ist eine solche Versicherung eine lebensnotwendige Maßnahme.

Für die Kleinbauern geht die Erntever- sicherung mit einem Darlehen einher. Von One Acre Fund, einer Organisation die sich für die Produktivitätssteigerung lokaler Kleinbauern einsetzt, bekommen sie Kleinkredite. Damit werden Düngemittel oder Investitionsgüter für den Ackerbau erworben. Der Versiche- rungsbetrag ist in den Rückzahlungsraten inbegriffen.

Einsatz moderner Technologien für Klimadaten

Technisch wird das Versicherungsprogramm durch die Einrichtung von acht modernen Wetterstationen unterstützt. Diese übermitteln regelmäßig Daten über die Wetterlage und den Niederschlag. Wenn etwa eine Dürreperiode eintritt, werden die Kleinbauern entschädigt, indem sie beispielsweise ihre Rückzahlungen aussetzen können oder finanzielle Unterstützung bekommen.  

In Ruanda lebt über 90% der Bevölkerung von der Landwirtschaft

Das Konzept von „Kilimo Salama“ ist eine Erfolgsgeschichte aus Kenia, die 2009 erstmalig begann. Dort sind mittlerweile 50 000 Klein- bauern versichert. In Ruanda wurde das Programm durch eine Kooperation von öffentlichen und privaten Akteuren realisiert. Neben dem Ruandischen Ministerium für Land- und Forstwitschaft waren die Swiss Re Corporate Solutions, Sygenta Foundation for Sustainable Agriculture und One Acre Fund beteiligt. Die ausführende Versicherungsfirma ist SORAS, ein ruandisches Unter- nehmen.
 

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