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Stärkung der Finanziellen Inklusion in Indien

Der in The Financial Express veröffentlichte Artikel behandelt die Implementierung von staatlichen Programmen und Hilfen, mit dem Ziel, finanzielle Inklusion in Indien zu fördern. Inwiefern diese Programme effektiv helfen  und was eventuell anders gestaltet werden sollte,    untersuchen die Autoren in diesem Artikel.

Das Programm Jan Dhan Yojana

Eine der wichtigsten politischen Pfeiler der indischen Regierung ist die Finanzielle Inklusion als Mittel der integrierenden Entwicklungspolitik. Um dem Ziel der wirtschaftlichen Chancengleichheit näher zu kommen, wurde das Jan-Dhan-Yojana-Programm eingeführt. Dieses Programm ermöglicht jeder indischen Familie die Eröffnung eines Bankkontos. Dazu wurden 200 Millionen Bankkonten eröffnet und 300 Milliarden Rupien ausgeschüttet. Bedeutend hierbei, so die Autoren des Artikels, ist es aber, dass die Klienten aktiv bleiben und das Programm nicht verebbt.

Empfehlungen der RBI

Empfehlungen der Reserve Bank of India (RBI),  um Finanzielle Inklusion voranzutreiben, beinhalten die Voraussetzung eines amtlichen Ausweises für einen Kredit, Ernteausfallversicherungen, anstatt kurzfristige Erntedarlehen und die Ablösung von unterschiedlichsten In- und Output-Subventionen  mit direkten Benefit-Transfers. Eine ganzheitliche Strategie in Zusammenarbeit mit Telefon-Betreibern, Ausweisungs-Überprüfungen, Banken und Landesämtern müsste ausgearbeitet werden. Die RBI kritisiert, dass trotz starker Ausweitung des Banken-Netzes, auch in ländlichen Gebieten, im Osten und Nord-Osten Indiens immer noch eine zu starke Finanzielle Exklusion vorhanden ist. Weiterhin bieten hohe Zinssätze von informellen Banken und Mikrokreditinstitutionen immer noch Grund zur Sorge.

Eine der wichtigsten Empfehlungen der RBI ist die Auflösung der  Subventionierung der Zinssätze. Damit sollten geringe Zinssätze, 7%, 4% oder auch 0%, finanziert werden und kurzfristige landwirtschaftliche Kredite möglich gemacht werden. Die Autoren des Artikels halten diese Empfehlung jedoch für kritisch. Hinreichende Beweise zeigen auf, dass kurzfristige Erntedarlehen nicht die Leistungsempfänger, also die Landwirte, erreichen. Die Auszahlungen von Erntedarlehen stimmen nicht mit den Aktivitäten und Ausgaben der Landwirte überein. Aus diesem Grund pflichten die Autoren der Empfehlungen der RBI bei, dass statt der Erntedarlehen, Ernteausfallversicherungen abgeschlossen werden sollten.

Weitere Herausforderungen

Ein weiterer Kritikpunkt ist die staatliche Unterstützung der Preispolitik als Anti-Armutsprogramm. Diese Politik ist wenig effizient in der Bekämpfung von Armut. Sozialgelder müssten installiert werden um eine sinnvolle Finanzielle Inklusion zu gewährleisten.

Die Herausforderungen der Implementierung von Finanzieller Inklusion werden bestehen bleiben, die Regierung muss Elan und Ausdauer zeigen um diese große Aufgabe anzugehen.

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