Frauen für eine bessere Zukunft

Frauen für eine bessere Zukunft

Margarita Rodriguez, Ecuador

Drei Jahre ist es her, das Margarita Rodriguez beschlossen hatte, einer Kommunalbank der Stiftung Espoir beizutreten. Denn um ihre Geschäftsidee, einen kleinen Verkaufsladen für Zeitungen und Zeitschriften, zu verwirklichen, benötigte sie einen Kredit. Für diesen Traum machte sie sich mit dem entsprechenden Formular auf ins benachbarte Viertel zur nächsten Kommunalbank. Dort traf sie auf 15 Frauen, die sich ebenfalls selbständig machen und einen Kredit in Anspruch nehmen wollten, um kleine Geschäfte aufzubauen oder ihr bereits vorhandenes Geschäft weiter anzukurbeln.

Mittlerweile hat „Frauen für eine bessere Zukunft“ bereits 32 weibliche Mitglieder und Margarita ist ihre Vorsitzende. Sie hat neun Kinder im Alter von wenigen Wochen bis 19 Jahren. Ihre vier Söhne und fünf Töchter sollen eine Aussicht auf ein Leben mit ausreichend Essen, mehr Bildung, mehr Ruhe und größeren Chancen haben, als das in ihrer Kindheit der Fall war. Denn sie wuchs in einer armen Familie auf dem Land auf, wo Hunger, Gewalt und Vernachlässigung an der Tagesordnung waren. Nach dem sechsjährigen Primarschulunterricht musste sie die Schule verlassen.

Margarita an ihrem Verkaufsstand

Im Gegensatz dazu ist ihr ältester Sohn in der letzten Klasse der Oberstufe. Margarita hofft, dass alle ihre Kinder einen höheren Schulabschluss erlangen werden und vielleicht an einer Universität studieren können. Deshalb vermittelt sie ihren Kindern jeden Tag aufs Neue, wie wichtig Ausbildung, Arbeit und gute Geschäftsführung sind.

Seit ihrem ersten Darlehen von 300 US-Dollar, mit dem sie die ersten Zeitungen und Zeitschriften kaufte, konnte Margarita ihr Geschäft mit jedem Darlehen ein bisschen erweitern. Abhängig von der Höhe ihrer Ausgaben entscheidet sie in jedem Geschäftsjahr, welchen Betrag sie entnimmt. Außerdem legt sie seit dem Eintritt in die Kommunalbank Ersparnisse an. Als Vorsitzende der Kommunalbank setzt sich Margarita dafür ein, den Gruppenverband zu erhalten, die Solidarität zu fördern und ein verantwortungsbewusstes Arbeiten zu ermöglichen.

Diese Klientengeschichte wurde bereitgestellt von der BANK IM BISTUM ESSEN und der Mikrofinanzinstitution Espoir.

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