Mikrofinanzprojekt des Monats: Die Frankfurt School unterstützt das

Mikrofinanzprojekt des Monats: Die Frankfurt School unterstützt das "Technology Incubation Program"

Organisation
Frankfurt School of Finance & Management
Projektname
Technology Incubation Program: A gendered approach
Projektland
Ruanda & Sudan
Projektbeschreibung
Förderung von Arbeitsplätzen für junge Menschen durch Unternehmertum, Innovation sowie die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) als Instrument für Entwicklung. Ziel ist es, das Unternehmertum und Innovationen zu fördern, indem die Erfolgschancen der Unternehmer*innen durch Inkubationsförderung und Mentoring sowie durch die Nutzung bewährter Praktiken aus dem koreanischen Inkubatorennetz gestärkt werden. Besonderer Fokus liegt dabei auf der Förderung weiblicher Unternehmerinnen.
Partner & Geber
African Development Bank (AfDB) / Korea-Africa Economic Cooperation (KOAFEC)
Laufzeit
2019 – 2020

Hintergrund und Zielgruppe

Afrika befindet sich inmitten der größten Informations- und Kommunikationsrevolution. Technologie wird inzwischen in vielen Lebensbereichen als wichtiges Mittel zur Bewältigung von Herausforderungen, auch im Bereich der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung, angesehen. In ganz Afrika gibt es viele junge aufstrebende Unternehmer und Innovatoren, die die Vorteile des raschen technologischen Wandels für das inklusive Wachstums des Kontinents und die Erreichung der Sustainable Development Goals (SDGs) nutzen möchten. Allerdings ist der Anteil an Frauen in diesem Sektor noch sehr gering. Eine wichtige Rolle bei der Förderung der „Techpreneurs“ kommt dabei afrikanischen Universitäten zu, sie können den Zugang zu Kapital erleichtern, sowie bei der Ausarbeitung von Geschäftsplänen und dem Marketing der neu gegründeten Unternehmen helfen.

Die Zielgruppe des Projektes sind junge Menschen zwischen 18 und 35 Jahren in Ruanda und im Sudan, wobei insbesondere Frauen gefördert werden sollen, um die „gender gap“ im IKT Sektor zu schließen. Die jungen Innovatoren können sich in Gruppen mit ihrer Idee für die Teilnahme am Incubation Program bewerben, sowohl in Ruanda als auch im Sudan sollen insgesamt 10 Gruppen durch sogenannte „Hackathons“ ausgewählt und im Anschluss daran untersützt werden, ihre Projektidee im Incubation Program zu einem marktreifen Produkt zu entwickeln und ihr Unternehmen zu gründen. Das Projekt wird in Kooperation mit der University of Rwanda in Kigali und der University of Khartoum im Sudan implementiert.

Ziele des Projekts

Das Technology Incubation Program hat die folgenden Ziele:

  1. Förderung von Arbeitsplätzen für junge Menschen durch Unternehmertum, Innovation, Nutzung von IKT für Entwicklung und die Überbrückung der „gender gap“ in der IKT in Ostafrika. Ziel ist es, eine Pipeline von bis zu 10 von jungen Menschen geführten, skalierbaren und nachhaltigen Start-ups zu entwickeln, die an einem der fünf folgenden Zukunftsthemen arbeiten: Smart Agriculture, Transport & Logistik, Clean Energy & Financial Inclusion und Digitalisierung.                                                                                                
  2. Stärkung der Kapazitäten afrikanischer Universitäten, sodass sie junge Unternehmer in Gründung und Wachstum ihrer Start-ups unterstützen können.

Projektphasen

Das Projekt besteht aus insgesamt drei Phasen, die jeweils in Ruanda und dem Sudan implementiert werden.

 ■ Phase 1: Pre-Incubation: Auswahl von jeweils bis zu 5 Teams in Ruanda und dem Sudan und „Fine tuning“ ihrer innovativen Geschäftsideen

  • Offenes Bewerbungsverfahren für angehende „Techpreneurs“ in Kooperation mit den lokalen Universitäten
  • Durchführung von sogenannten Illumination Forums
  • Durchführung von 5 Hackathon Auswahlrunden pro Land

 ■ Phase 2: Incubation: Aufbau und Implementierung eines passenden und effizienten sechsmonatigen Trainingprogramms

  • Trainings
  • Mentoring, Coaching und Capacity Building

 ■ Phase 3: Post-incubation: Auswahl der erfolgsversprechendsten Start-ups

  • Vernetzung mit Investoren
  • Austausch mit dem südkoreanischen Incubationsektor
  • Studienreise nach Südkorea

 

Bisherige Erfolge des Projekts

RUANDA

Am 10. September wurde das „Technology Incubation Program: A gendered approach“ in Kigali, Ruanda, offiziell gestartet mit dem ersten „Illumination Forum“ zum Thema „Smart Agriculture“.

Dem Event voraus ging die erste Bewerbungsphase für angehende „Techpreneurs“, die an dem Programm teilnehmen möchten. Das Projektteam erhielt insgesamt 121 Gruppenbewerbungen, bestehend aus 363 Personen in Teams von zwei bis vier Personen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren, von denen insgesamt 149 Personen für die Teilnahme an den Hackathons ausgewählt wurden.

In Vorbereitung auf die Hackathons veranstaltete die Frankfurt School in Zusammenarbeit mit der Universität Ruanda vier „Illumination forums“, die sich um die jeweilige Hackathon-Herausforderung drehten, um die zu lösenden Probleme und technische Möglichkeiten näher zu beleuchten. Der Zweck der „Illumination forums“ bestand darin, den jungen Tech-Innovatoren zu ermöglichen, die „pain points“ der Unternehmen auf der Nachfrageseite zu verstehen und den Weg für die Schaffung kontextbezogener Technologie als Motor für inklusives, gerechtes und smartes Wachstum zu ebnen.

Frau Paula Ingabire, ruandische Ministerin für IKT, Herr Takayuki Miyashita, japanischer Botschafter in Ruanda und Herr Jonathan Nkoola, Team Leader der Frankfurt School während des Hackathons

SUDAN

Aufrund der anhaltenden Proteste und der Regierungskrise im Sudan konnte das Tech Incubation Program dort erst im Januar 2020 beginnen. Das erste „Girl Power“ Training Event fand am 11. Januar mit etwa 100 weiblichen Teilnehmerinnen in der Friendship Hall in Khartoum statt. Ziel der Veranstaltung war es, die Teilnehmerinnen über das Programm zu informieren, sie zu einer Bewerbung zu motivieren sowie ihnen einen ersten Einblick in die notwendigen Schritte von der Ideenentwicklung bis hin zur Umsetzung zu geben.

Am 28. Januar fand der offizielle Launch des Technology Incubation Program im Sudan statt, mit über 300 Teilnehmern aus dem Privatsektor, dem IKT Sektor, Geberorganisationen, NGOs sowie aufstrebenden „Techpreneurs“, die sich für die Teilnahme an den Hackathons beworben hatten. Während der Veranstaltung wurde vor allem auf die Notwendigkeit von Innovationen im Agrarsektor hingewiesen, von dem ein Großteil der Bevölkerung abhängig ist.

Aktuell liegen dem Projektteam 1.102 Bewerbungen (60 % männlich, 40 % weiblich) für die Teilnahme an den geplanten Hackathons vor, von denen die meisten Ideen im Bereich „Smart Agriculture“ eingereicht haben.

Einfluss der Coronakrise

In Ruanda musste das geplante persönliche Trainings- und Mentoringprogramm aufgrund der geltenden Ausgangsbeschränkungen auf digitale Kanäle wie Zoom und Google Classrooms umgestellt werden. Die Teams nehmen nun an zwei digitalen Trainingsessions pro Woche teil und erhalten wöchentlich Anrufe ihrer Mentoren, um den Fortschritt der Projektentwicklung zu diskutieren. Insgesamt entwickelte das Expertenteam der Frankfurt School 5 Trainingsmodule.

Die Durchführung der geplanten Hackathons im Sudan ist aufgrund der aktuellen Situation ebenfalls nicht möglich und musste auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

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