Mikrofinanzprojekt des Monats: Die Bank im Bistum Essen stärkt Familien in Ecuador

Mikrofinanzprojekt des Monats: Die Bank im Bistum Essen stärkt Familien in Ecuador

Organisation
BANK IM BISTUM ESSEN eG
Projektname
Mikrofinanz und Familie in Ecuador
Projektland
Ecuador
Projektbeschreibung
Die BANK IM BISTUM ESSEN eG und Fundación Espoir stärken Familien in Ecuador
Partner
Fundación Espoir, Ecuador
Laufzeit
unbegrenzt

Weniger als 2 US-Dollar am Tag – oder auch mal gar kein Einkommen

Die Wirtschaft Lateinamerikas wächst seit Jahren. Doch noch immer leben auf diesem vielfältigen Kontinenten rund 100 Millionen Menschen von weniger als 2 US-Dollar am Tag. Was heißt es eigentlich von 2 Dollar am Tag leben zu müssen? Nicht nur ist dies ein äußerst geringes Einkommen, sondern es charakterisiert sich zumeist auch durch Unzuverlässigkeit und Unregelmäßigkeit. Schließlich stehen nicht jeden Tag wirklich 2 Dollar zur Verfügung. Vielmehr werden an guten Tagen 4 oder 5 Dollar verdient, an schlechten Tagen auch mal 1 Dollar oder gar nichts.

Dies stellt eine große und gefährliche Herausforderung dar, insbesondere für Familien. Wie können Eltern unter diesen Bedingungen für ihre Kinder sorgen? Wie können sie jeden Tag ausreichend Essen auf den Tisch bringen? Wie die alljährlichen Schulgebühren bezahlen? Wie können sie bei einem Krankheitsfall kurzfristig Medikamente kaufen?

Mikrofinanz hilft

Ein Stück Sicherheit dank Mikrofinanz: Das eigene Kleinunternehmen

Hier setzt Mikrofinanz an. Mit einer Handvoll sorgsam konstruierter Finanzprodukte können Mikrofinanzinstitute Familien ein Stück Sicherheit anbieten. Ein Kunde kann einen Kredit aufnehmen um Saatgüter und Dünger zu finanzieren, die für das spätere Einkommen und die Ernährung der Familie essentiell sind. Oder er hebt von seinem Sparkonto 50 Dollar ab, um die Schulgebühren der Kinder zu bezahlen. Auch die Möglichkeit Geldtransfers zu tätigen schätzen die Kunden sehr: Der in der Stadt arbeitende Sohn kann seiner Familie auf dem Land Geld schicken, diese kann sich dann den Betrag von seinem Mikrofinanzinstitut auszahlen lassen. Vermehrt bieten Mikrofinanzinstitute auch Mikroversicherungen an, die beim Todesfall eines Familienmitgliedes auszahlen oder auch die potentiell verheerenden Folgen einer Dürre durch eine Ausgleichszahlung lindern.

Der Partner der BANK IM BISTUM ESSEN eG in Ecuador: Fundación Espoir

In Ecuador macht dies beispielsweise Fundación Espoir, mit der die BANK IM BISTUM ESSEN eG seit 2008 vertrauensvoll zusammenarbeitet. Die gemeinnützige Stiftung arbeitet seit zwanzig Jahren in weiten Teilen des Landes. Ihre Mitarbeiter sind in der quirligen Großstadt Guayaquil oder der Provinzstadt Babahoyo ebenso zu finden wie in den ärmlichen, ländlichen Zonen im Nordwesten des Landes. Mit über 80.000 Kunden, 90% davon Frauen, ist Espoir heute eines der größten Mikrofinanzinstitute des Landes. Espoir vergibt Kleinkredite, bietet Familien aber auch darüberhinaus wichtigen Mehrwert.

Dort wo die Geschäftsbanken Ecuadors nicht hingehen, findet man Fundación Espoir. Die Stiftung vergibt die Mikrokredite vornehmlich an Gruppen von armen Frauen, die – in Abwesenheit klassischer Kreditsicherheiten – solidarisch füreinander bürgen. Sie zahlen das Vertrauen, das Espoir ihnen entgegenbringt, mit barer Münze zurück: die Rückzahlungsquoten liegen bei über 98%!

Ganzheitliche Unterstützung

Die Mikrokredite werden im Regelfall für unternehmerische Zwecke verwendet. So kann beispielsweise eine Hühnerzucht aufgebaut werden oder Stoffe zur Weiterverarbeitung erworben werden. Das erhaltene Geld schafft den Familien also neues Einkommen. Auch spezielle Kreditprodukte bietet Espoir an. Bei den Landwirtschaftskrediten erfolgt die Rückzahlung erst nach der Erntesaison, die Kredite für Schul- und Studiengebühren werden alljährlich zu Beginn des Schuljahres im April und Mai angeboten. Mit dem preisgünstigen Vivamos Mejor-Kredit („Lasst uns besser leben“) können Familien ihre Häuser und Hütten ausbauen oder reparieren. So kann beispielsweise ein Dach abgedichtet werden, was den Lebenskomfort steigert und Gesundheitsrisiken mindert. Mikrokredite von Espoir haben in den vergangenen Jahren so manch einer Familie geholfen, sich selbstständig einen Weg aus der Armut zu bahnen.

Finanzplanung und das Führen eines Kleinbetriebes sind entscheidend für den unternehmerischen Erfolg

Abseits des Kreditgeschäftes erhalten die Kunden – gut ein Viertel hat drei oder mehr Kinder – praxisrelevante Fortbildungen. Zu den Themengebieten gehören Finanzplanung und das Führen eines Kleinbetriebes, aber auch soziale Fragestellungen oder Gesundheitsvorsorge. Letzteres Thema hat bei Espoir besondere Relevanz. Schließlich ist Geschäftsführer und treibende Kraft bei Espoir Francisco Moreno, ein ausgebildeter Mediziner. So führt die gemeinnützige Stiftung jährlich große Gesundheitskampagnen für ihre Kunden und deren Familien durch. Die Espoir-Filiale im 2500m hoch gelegenen Cuenca weist sogar ein kleines Gesundheitszentrum auf, in dem schon mehr als 3.200 ärztliche Konsultationen und Behandlungen durchgeführt werden konnten.

Erleidet eine Familie ernste Schwierigkeiten, kann sie auf Hilfe von Espoir hoffen: Ein Solidaritätsfonds unterstützt Kunden bei Naturkatastrophen, Todesfällen oder bei Berufsunfähigkeit in der Familie. Doch auch in hoffnungsvolleren Situationen erhalten arme Familien Unterstützung: Bei Geburt eines Kindes erhält die Familie ein einmaliges Kindergeld. Hat das Kind die Schule abgeschlossen, kann es auf ein Hochschulstipendium von Espoir hoffen.

Espoir schaut hoffnungsvoll in die Zukunft

Diese vielfältigen Maßnahmen zeigen deutlich das Engagement und die Überzeugung, mit der Espoir arbeitet. „Wir arbeiten mit armen aber unternehmerischen ecuadorianischen Frauen zusammen“, so Mitarbeiterin Claudia Moreno Recalde. „Mit Mikrokrediten und Bildung möchten wir ihre Möglichkeiten erweitern, Einkommen zu erzielen – sowohl für ihr eigenes Wohlergehen als auch für das ihrer Kinder und Familien.“ Indiz dafür, dass Espoir dabei den richtigen Weg einschlägt, ist das große Interesse auf Seiten der Kunden: Seit Beginn unserer Kooperation konnte Espoir seinen Kundenstamm gut vervierfachen! Espoir stellt eine Erfolgsgeschichte dar. Eine Erfolgsgeschichte von der Tausende Ecuadorianer heute profitieren.

 

Weitere Mikrofinanzprojekte des Monats:

 

Opportunity International Deutschland unterstützt 300 Reisbäuerinnen in Ghana – Jedes Reiskorn zählt

C-QUADRAT Asset Management unterstützt Klein(st)unternehmer/innen im Kaukasus mittels der Mikrofinanzfonds “Dual Return - Vision Microfinance”

Die Bank im Bistum Essen unterstützt Klein- und Kleinstunternehmen in Ecuador durch die Vergabe von Krediten über die von der BIB gemanagten Mikrofinanzfonds an die Mikrofinanzinstitution Banco Solidario

Der Deutsche Genossenschafts- und Raiffeisenverband untersützt die Förderung von KKMU durch gewerbliche Darlehen und MicroScore

World Vision unterstützt Familien in Myanmar mit Bildungskredit

Kleine Kredite für eine bessere Gesundheit: Oikocredit unterstützt den Bau von Sanitäranlagen in Indien

C-QUADRAT Asset Management unterstützt Klein(st)unternehmer in Zentralasien mittels der Mikrofinanzfonds “Dual Return - Vision Microfinance

Opportunity International Deutschland hilft mit Arbeit statt Flucht 1000 Handwerksunternehmen

World Vision unterstützt den Wiederaufbau auf den Philippinen

Was ein Mikrokredit ins Rollen bringen kann

Die Frankfurt School of Finance & Management unterstützt das Arabische Zentrum für landwirtschaftliche Entwicklung (ACAD)

World Vision unterstützt das Projekt Securing Africa's Future

Opportunity International Deutschland unterstützt Maniokbauern in Nicaragua

C-QUADRAT unterstützt Klein(st)unternehmer in El Salvador mittels Mikrofinanzfonds

Opportunity International Deutschland unterstützt Frauen in Indien

World Vision Deutschland verbessert Lebensgrundlagen für besonders benachteiligte Haushalte in Südäthiopien

Oikocredit unterstützt Kleinunternehmen im Senegal

Eisige Winter und schlechte Luft – Energieeffizienz in der Mongolei

World Vision Deutschland unterstützt Kleingewerbe in der Mongolei durch Mikrofinanzkredite

AFC Consultants International unterstützt die Gründung des Verbandes für Mikrofinanzinstitutionen in der DR Kongo

DGRV unterstützt Genossenschaften im Mikrofinanzsektor in Paraguay

Die Sparkassenstiftung unterstützt die Finanzsektorenentwicklung in Usbekistan

PlaNet Finance Deutschland fördert Frieden und Stabilität in Myanmar

Invest in Visions GmbH unterstützt Fundeser in Nicaragua

C-QUADRAT Asset Management unterstützt Klein(st)unternehmer in Lateinamerika

PlaNet Finance Deutschlands Mikrokreditprogramm für Sichelzellenanämie-Patienten und ihre Familien in Niger

Opportunity International unterstützt Sorghum-Farmer in Ghana mit Sozialer Mikrofinanz

Oikocredit unterstützt CRECER-Projekt "For a Better Life"

C-QUADRAT Asset Management unterstützt Klein(st)unternehmer in Armenien

Opportunity International Deutschland unterstützt die ländliche Bevölkerung Mosambiks durch Soziale Mikrofinanz

Aufbau und Stärkung genossenschaftlicher Strukturen in Lateinamerika durch den DGRV

Die Akademie Deutscher Genossenschaften (ADG) unterstützt das Mikrofinanznetzwerk SANABEL in Nahost und Nordafrika

Kleingewerbeförderung für Erdbebenopfer auf Sumatra durch die Schmitz-Stiftungen

Hilfe zur Selbsthilfe für bedürftige Familien in King´Ori, Tansania durch World Vision.

Kreditvergabe an Finca MC in Kirgisistan durch Invest in Visions

Bank mit Herz, Opportunity International Deutschland

Mikrofinanzinitiative der laotischen Frauenunion durch die Sparkassenstiftung für internationale Kooperation

Institutionelle Stärkung der Mikrofinanzinstitution ODEF in Honduras durch die Frankfurt School of Finance & Management

In Menschen investieren - bei Oikocredit!

Oikocredit unterstützt guatemaltekische Mikrofinanzinstitute

Unterstützen Sie PlaNet Finance Deutschland e.V.!

Sheabutter aus Ghana, PlaNet Finance Deutschland e.V.

 

Mikrofinanzprojekt des Monats
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Die Vision Microfinance Funds vergeben Darlehen an Mikrofinanzinstitute in Schwellenländern um Kleinunternehmertum zu fördern. ...mehr

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