Mikrofinanzprojekt des Monats: Opportunity International Deutschland unterstützt Maniokbauern in Nicaragua

Mikrofinanzprojekt des Monats: Opportunity International Deutschland unterstützt Maniokbauern in Nicaragua

Organisation
Opportunity International Deutschland
Projektname
Maniok-Kleinbauern in Nicaragua aus der Armut helfen
Projektland
Nicaragua
Projektbeschreibung
Saatgut, Wissen und Technik verringern die Armut von 300 Maniok-Kleinbauern in Nicaragua
Partner & Geber
BMZ
Laufzeit
bis September 2015

Die Herausforderung

In Nicaragua leben ca. sechs Millionen Menschen und obwohl die Armutsrate tendenziell sinkt, ist es immer noch das zweitärmste Land Lateinamerikas. 70% der Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze und der größte Teil von ihnen arbeitet im landwirtschaftlichen Sektor. Die landwirtschaftliche Produktion macht den größten Teil der nicaraguanischen Wirtschaftskraft aus. Maniok gehört dabei zu den Hauptanbauprodukten. Diese nährstoffreiche Pflanze kann als Nahrungsmittel oder Tierfutter genutzt werden oder dient der Herstellung von Speisestärke. Leider können aber das Potenzial des Agrarsektors – und da vor allem des Maniokanbaus – nicht voll ausgeschöpft werden, da oftmals das Saatgut minderwertig ist, die technische Ausstattung und das fachliche Wissen fehlt. Dies alles wird aber benötigt, um qualitativ hochwertigen Maniok zu produzieren, der gewinnbringend verkauft werden kann.


Das Projekt

Nicaraguas Wirtschaft wird vor allem von der landwirtschaftlichen Produktion durch die Kleinbauern getragen.

Gemeinsam mit dem Partner Opportunity International Nicaragua (OIN) unterstützt Opportunity International Deutschland 300 Maniokbauern durch Mikrokredite und Schulungen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) übernimmt dabei rund 75% der Gesamtkosten von 207.927 Euro. Die restlichen Kosten durch Opportunity aufgebracht werden. Auch Sie können mit einer Spende zur Umsetzung des Projektes beitragen! Ihre Spende wirkt durch die Kooperation mit dem BMZ vierfach!

Indem die Kleinbauern an Schulungen zum besseren landwirtschaftlichen Umgang mit dem Maniok und den Krediten teilnehmen, qualifizieren sie sich für einen Agrarkredit. Die Schulungen finden in insgesamt 15 Kleingruppen statt, die aus jeweils 20 Mitgliedern bestehen. Die Bauern profitieren hier nicht nur durch die Aneignung des spezifischen Wissens über Maniok und Kleinkredite, sondern bauen auch vertrauensvolle Beziehungen untereinander auf. Dadurch können sie ihre Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig beraten und helfen. Der so entstehende Gruppenzusammenhalt bewirkt außerdem, dass die Kredite richtig zurückgezahlt werden. Die Schulungen generieren vor allem praktisches Wissen: die richtige Anbautechnik für den Maniok, Verbesserung der Qualität, effizientere Erntetechniken, Farmmanagement und Ermittlung besserer Absatzmöglichkeiten.

Zusätzlich zu den Schulungen wird außerdem die vorhandene Verarbeitungsanlage für den Maniok in Granada maschinell aufgerüstet. Diese Anlage wird dafür verwendet, den Maniok zu trocknen und zu lagern, ihn haltbar zu machen und um ihn für die Futtermittelindustrie zu zerkleinern. Bisher konnte die Anlage den Bauern diese Möglichkeiten kaum bieten, aber durch die Projektmittel können die Bauern in Zukunft ihren Maniok besser verarbeiten und dadurch auch besser verkaufen. Die Kleinbauern werden außerdem durch Genossenschaftsanteile an der Verarbeitungsanlage beteiligt und in ungefähr sechs Jahren soll die Anlage komplett von den Bauern als Genossenschaft geführt werden.


Die Wirkung

Durch die gezielte Förderung verbessern sich sowohl Qualität als auch Quantität der Ernte.

Schlechtes Saatgut, ausgelaugte Böden und mangelndes Wissen haben in der Vergangenheit der Qualität des Manioks und damit den Bauern sehr geschadet. Durch die Kredite und die Professionalisierung der Verarbeitungsanlage können nun bessere Erträge erwirtschaftet  und neue Absatzmärkte erschlossen werden. Besonders der Export soll nun möglich sein, da der Maniok in der neuen Verarbeitungsanlage mit Wachs überzogen werden kann und somit haltbar gemacht wird, um lange Transportwege unbeschadet zu überstehen. Potenzielle internationale Händler nehmen meist größere Mengen ab und so kann der Gewinn für die Bauern gesteigert werden. Insgesamt wird erwartet, dass sich das Nettoeinkommen der Bauern um mehr als 30 % steigern kann. Dies bewirkt nicht nur bessere Lebensbedingungen für die Familien der Bauern, gleichzeitig steigert sich auch deren Kaufkraft und somit können positive Auswirkungen auf die gesamte Marktwirtschaft Nicaraguas erwartet werden.

Weitere Effekte sind, dass durch den Ausbau der Verarbeitungsanlage auch neue Arbeitsplätze zur Wartung der Maschinen geschaffen werden und durch die höheren Ernteerträge wird außerdem eine größere Anzahl Saisonarbeiter angestellt, um den Maniok zu ernten. Die ganze Region profitiert also von dem qualitativ hochwertigen Maniok, der nun nicht mehr nur für den regionalen Bedarf, sondern auch für den Export genutzt werden kann.

 

 

Weitere Mikrofinanzprojekte des Monats:

 

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Was ein Mikrokredit ins Rollen bringen kann

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