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You Asked, We Answer: Can Microloans Lift Women Out Of Poverty?

Titel
You Asked, We Answer: Can Microloans Lift Women Out Of Poverty?
Autor
Nurith Aizenman
Beitragsart
Presseartikel, Online-Artikel, Kolumne
Medium
www.npr.org
Thema
Mikrokredite Frauen
Jahr
2016
Inhalt

Dieser Artikel des NPR setzt sich kritisch mit dem Thema Mikrofinanz und der Frage, ob Kleinkredite Frauen wirklich helfen können, auseinander. Hierfür werden verschiedene Ansätze und Positionen ausführlich beleuchtet und besonders auf die empirische Perspektive eingegangen.

Vor wenigen Jahrzehnten war armen Menschen der Zugang zu Krediten vollends verwehrt. Doch mit dem Auftreten der Mikrokredit –„Pioniere“ – allen voran Muhammad Yunus – wurden Kreditinstitute auch für die armen Bevölkerungsschichten zugänglich. Heute (Stand 2015) gibt es weltweit 125 Millionen Kleinkreditnehmer, die ein Kreditvolumen von 100 Milliarden Euro tragen, wobei 80 Prozent der Kunden Frauen sind.
Schnell haben auch profitorientierte Unternehmen, die weniger auf den Mehrwert für die (arme) Bevölkerung, als auf ihren eigenen aus sind, das Potential von Mikrokrediten entdeckt und sind in das Geschäft eingestiegen. Demzufolge variieren jedoch auch die Mikrofinanzmodelle stark und implizieren verschiedenste Bedingungen und Konditionen. Was sie gemein haben ist der Versuch, das Risiko für den Geldgeber zu minimieren. In den meisten Fällen greift man daher darauf zurück, Kredite nicht an Individuen zu vergeben sondern an Gruppen. Zum einen ist das Risiko auf mehrere Personen verteilt, zum anderen besteht innerhalb der Gruppe ein größerer Druck das Geld zurück zu zahlen – auch das ist ein Grund warum Frauen die verlässlicheren Kreditnehmer sind - sie sind diesem Druck stärker ausgesetzt.
Die Annahme, dass Kleinkredite wesentlich zur Armutsreduktion beitragen, ist weit in das Bewusstsein der Menschen eingedrungen. Die Frage ist jedoch, ob dem wirklich so ist und wenn, ob dies tatsächlich auf die Kredite oder nicht doch auf begleitende Maßnahmen, oder - Erscheinungen zurückzuführen ist.
Ausgehend von ökonomischen Studien, die lange Zeit gar nicht erst stattfanden, lässt sich bisher kein signifikanter Effekt, was die Steigerung des Einkommenslevels der Kreditnehmer und die generelle Verbesserung der Lebenssituation der Menschen betrifft, feststellen oder bestätigen.

Um aufzuzeigen, woran dies liegt, welche Effekte es außerhalb der Empirie dennoch gibt und worin auch bei Studien der Fehler liegen kann, werden in diesem Artikel  verschiedene Forscher und Studien herangezogen. Auf diese Weise wird gezeigt, dass das Geschäft mit den Mikrokrediten durchaus kritisch zu betrachten ist – die binäre Unterteilung in schwarz und weiß, gut und böse ist jedoch gleichmaßen unangemessen und Mikrokredite bringen durchaus auch viele Vorteile mit sich.

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