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Wie Muhammad Yunus mit Mikrokrediten die Welt retten will

Titel
Wie Muhammad Yunus mit Mikrokrediten die Welt retten will
Autor
Schneider Oliver
Beitragsart
Online-Artikel
Medium
Netzwoche
Thema
Grameen Bank; Bangladesch; Gennex; Mikrokredit
Jahr
2018
Inhalt

In dem Online-Artikel der Netzwoche stellt Muhammad Yunus seinen Plan für eine Reform des Weltwirtschaftssystems auf der diesjährigen Businesskonferenz Gennex vor. 1983 gründete der Friedensnobelpreisträger eine Bank mit dem Namen "Grameen", um Menschen in seinem Herkunftsland Bangladesch mithilfe von Mikrokrediten Zugang zu Kapital zu verschaffen.  Die Grameen Bank wuchs rasch und um die Mikrokredite herum entstand mit der Zeit ein Konglomerat, das heute verschiedene Projekte zur Entwicklung und Förderung lokaler Kleinbetriebe umfasst. Dabei setzte Yunus auf ein Nebeneinander von profitorientierten und Non-Profit-Organisationen, wie er selber sagte. So will zum Beispiel eine der Tochtergesellschaften "Grameen Telecom" nach eigenen Angaben ländliche Armut mithilfe der Telekommunikation bekämpfen, ohne dabei einen Gewinn zu erzielen. 2006 erhielten Yunus und die Grameen Bank für die Mikrokredit-Methode den Friedensnobelpreis.


Den Unternehmer im Menschen wecken
Muhammad Yunus möchte, dass das Grameen-Netzwerk nicht als Hilfswerk, sondern als "Social Business" verstanden wird. Seine Firmen müssten sich selbst finanzieren können und nicht von Spenden abhängig sein. Er ist der Annahme, dass in jedem Menschen ein Unternehmer stecke, deshalb lautet das Motto der Grameen Bank "Komm mit einem Business-Plan zu uns und wir investieren bei dir!".
Statt wie herkömmliche Banken zu handeln und lediglich vermögenden Städtern entgegen zu kommen, geht  Muhammad Yunus gezielt zu den Armen, Dorfbewohnern und Frauen. Laut ihm stelle sich das aktuelle System der Weltwirtschaft immer mehr als tickende Zeitbombe heraus. Das zeige sich in der Zerstörung der Umwelt, aber auch in der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich. Mit einer Gegenkultur und einem Wirtschaftssystem, das dem Wesen der Menschen durch die Entstehung von Sozialunternehmen besser entspreche, möchte er die globale Wirtschaftskultur nachhaltig verändern.

 

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